Sommer in Norwegen

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zuletzt geändert: 23.09.2022 16:12 Mitteleuropäische Normalzeit

(in der Karte kann man auch auf die Marker klicken)
Do. , 12.05.2022

Wir wollen nach Norwegen, mal sehen wie weit nördlich wir es schaffen.

Fr. , 13.05.2022 images/trip_20220512/20220512_075906.jpg

gestern beendet Samira ihren Winterschlaf.

Heute erst wird der Mast gestellt, es war zu viel Wind gestern.
Fr. , 20.05.2022
Einkaufen, Müll entsorgen, nochmal 4 Min. duschen (zu zweit natürlich, Zeit ist Geld). Dann ist alles erledigt wir starten, 15:35 Uhr legen wir in Kröslin ab. Der Wind kommt direkt von vorn was soll's, dann motoren wir eben bis Thiessow (Mönchgut).
Als der Wind am Abend endlich nachlässt geht's dem Großsegel mit Schrubber und viel Fit an den Kragen. Der Ruß vom Vorjahr muss runter! Leider ist unser Diesel-Ofen zuweilen sehr launig, statt zu heizen rußt er uns die Hütte und die Segel voll. Das muss der Skipper ihm unbedingt noch austreiben.
Sa. , 21.05.2022
Ein Sturm zieht von West nach Ost über Deutschland. Aus NRW wurden drei Tornados bestätigt. Es gab über 40 Verletzte, einige davon schwer, außerdem Schäden in Millionenhöhe!!
In der Nacht ist der Sturm auch bei uns angekommen, SAMIRA wandert aus. Um 4 Uhr in der Früh fangen wir sie wieder ein. Trotz Flachwasser ringsherum werden wir ordentlich gebeutelt. Erste Anzeichen von Seekrankheit werden spürbar (Schei...).
Heute passiert nicht's mehr, SAMIRA bleibt am Haken, eingewöhnen ist das Tagesziel.
So. , 22.05.2022 images/trip_20220512/20220522_170506.jpg

Anschliessend geht es mit wenig Wind Richtung Lohme

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Dort ist es immer wieder schön.

09:08 Uhr ist der Anker oben. Bei wenig Wind segeln wir nach Norden. Die Sonne scheint, dass ist schön. Dann schläft der Wind gänzlich ein. Wir nehmen die Segel runter und dümpeln eine ganze Weile nur so rum. Dann fällt die Entscheidung, wir drehen ab und motoren, vorbei an den Kreidefelsen, nach Lohme. Die Jagd beginnt, gleichzeitig nehmen fünf Boote Kurs auf die Hafeneinfahrt. Aber Liegeplätze sind, jetzt in der Vorsaison, ausreichend vorhanden. Das Anlegemanöver klappt, den Skipper freut's. Wir gehen zum Hafenmeister, bezahlen unsere Liegegebühr (16,00 € pro Nacht incl. Wasser u. Strom, preiswerter geht's nicht) und bestellen Schrippen für den nächsten Tag. Dann steigen wir die vielen Stufen in den Ort hinauf, die Aussicht ist grandios. Im "Gasthaus Daheim" genießen wir eine leckere Fischsuppe und ein Gläschen Merlot.

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pure Idylle.

Mo. , 23.05.2022 images/trip_20220512/20220523_135317.jpg

Anfangs Blisterwetter. Das neue Teil macht sich bestens.

Gleich geht der Skipper Brötchen holen. Strahlend kommt er zurück. Jetzt gibt's Frühstück im Cockpit bei schönstem Sonnenschein. Danach machen wir SAMIRA seeklar.
Ablegen lief wie am Schnürchen, 9:15 Uhr passieren wir die Molenköpfe. Unser Tagesziel ist die schwedische Küste. Heute setzten wir erstmalig unseren neuen Blister, auch das klappte wie erhofft sehr gut. Jetzt können wir genießen. In diesem Tempo, bei solch gutem Wind (11 kn) und Sonnenschein ist Segeln das reinste Vergnügen. 15:00 Uhr bläst es jetzt stetig mit 15 kn teils sogar mehr. Wir nehmen den Blister runter und segeln mit der Genua weiter. 19:00 Uhr reduzieren wir die Segelfläche um höher am Wind segeln zu können. Der Wind bläst nun zwischen 20 und 25 kn. Es lohnt sich, SAMIRA ist genau so flott unterwegs aber wir werden nicht mehr so stark von den Wellen gebeutelt. Nach 12 Stunden und knapp 70 sm fällt endlich der Anker bei Klagshamn an der schwedischen Küste. Den tollen Blick auf die Sund-Brücke haben wir inclusive, aber ich bin heute zu müde um ihn genießen zu können. Der Wind gibt einfach keine Ruhe, lt. Vorhersage soll es die ganze Nacht so weiterwehen. Zum Abschluss des Tages genießt der Skipper ein "lecker" Bier und ich ein Glas Rotwein. Gut's Nächtle.
Di. , 24.05.2022
Ausgeschlafen starten wir in den neuen Tag, 11:20 Uhr ist der Anker oben. Der Wind bläst nur noch mäßig aus Süd/West. Für die 14 sm reicht uns auch heute die Genua. Wir segeln an der Sund-Brücke entlang nach Dänemark. Diesmal fahren wir nicht an Kopenhagen vorbei, im kleinen gemütlichen Stadthafen gibt es noch wenige freie Liegplätze. (Zeitiges Kommen sichert gute Plätze, es ist erst 15:00 Uhr). Selten geübt, hier legt man an Heckbojen an, aber eingespielt wie wir sind hat auch das Anlegen mühelos geklappt.
Die gute Lage hat seinen Preis, eine Übernachtung kostet 55,00 € Sanitär und Trinkwasser incl., Strom kostet extra. Heute bleibt die Küche kalt, wir radeln zum Italiener um die Ecke und bestellen Pizzen. Die Sonne vom Nachmittag hat sich verzogen, es wird ungemütlich wir fahren zurück zur SAMIRA. Eine gute Entscheidung denn es fängt an zu regnen. Ich koche uns eine Kanne Tee und wir machen es uns im Cockpit gemütlich. Am Abend wechseln wir in den Salon und gucken einen dänischen Krimi, war sehr unterhaltsam.
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Kopenhagen, da sind wir!

Mi. , 25.05.2022 images/trip_20220512/20220525_125108.jpg

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Nyhavn, naja, was man so neu nennt, wurde vor 350 Jahren angelegt.

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Christiania, alternatives Wohnen - sieht man doch - oder?

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Die Garnison des Kastells, wir dürfen problemlos durchspazieren und fotografieren.

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Die kleine Mehrjungfrau im Regen, dafür ohne hunderte Bewunderer davor.

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Die Winterresidenz der Königin.
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Bunt, entspannt, anders...

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im Inneren des Kastells.

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Guten Morgen lieber Morgen. Im Schiff ist's wie immer saukalt, nur knapp über 16°C. Dafür ist es im Cockpit angenehm warm, hier genießen wir unseren ersten Kaffee bei Sonnenschein.
Nach dem Frühstück erkunden wir die nähere Umgebung mit den Rädern, sie hat einiges zu bieten. Das angrenzende Wohngebiet ist super schick und ganz sicher nicht für kleines Geld zu haben. Wir fahren vorbei an Amalienborg der Winterresidenz der Königin und beobachten die kindergesichtigen Wachsoldaten in ihren geschniegelten Uniformen. Zum Ensemble gehört auch die prunkvolle Frederikskirche mit ihrer runden Kuppel. Anschließend geht's entlang am Nyhaven mit seinen bunten Fassaden, ein wunderschöner Anblick. Nächstes Ziel ist der Stadtteil CHRiStiANiA der sich autonom regiert. Kein Häuschen gleicht dem anderen, die meisten sind mit viel Kreativität sehr liebevoll hergerichtet.
Der Himmel wird finster, dann macht Petrus seine Schleusen auf und wir werden nass, in einem Hauseingang stellen wir uns kurz unter. Das Kastell gleich um die Ecke wird noch militärisch genutzt und entsprechend bewacht. Trotzdem können Zivilisten an den Wachen vorbeispazieren und das Glände besichtigen und fotografieren.
Der Himmel wird schon wieder dunkel, eine gute Gelegenheit um noch schnell ein Foto, ohne Touristen, von dem Wahrzeichen Kopenhagens, der "Kleinen Meerjungfrau" zu machen. Die Skulptur wurde bereits 1913 an diesem Ort aufgestellt und hatte bis vor wenigen Jahren erheblich zu leiden (Kopf ab, Arm ab, mit Farbe beschmiert ...).
Zum Schluss gibt's noch ein lecker Softeis, nach 15 km ist unsere Runde komplett wir sind zurück bei SAMIRA.
Do. , 26.05.2022 images/trip_20220512/20220526_102114.jpg

Grosse Standrundfahrt ist angesagt.

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Durch die Kanäle dann lieber mit dem Boot.

Heute stürmt es, der Wind ist kalt und ab und zu regnet es. Wir nutzen deshalb die Gelegenheit für eine Bus-Sightseeing-Tour "Hop On Hop Off". Ein Haltepunkt ist nur wenige Meter neben unserer Marina, passt also. Zwischendurch steigen wir in ein Ausflugsboot und machen eine Fahrt durch die Kopenhagener Kanäle. Die Brücken sind genau so niedrig wie in Berlin und Venedig, heißt: unbedingt sitzen bleiben!
Als sich der kleine Hunger meldet, setzen wir uns in ein Fischrestaurant mit Blick auf den Nyhavn (historischer 350 Jahre alter Hafen) und essen eine leckere Fischplatte.
Für heute haben wir genug gesehen, wir sind geschafft (wovon eigentlich?) wir warten auf den Bus und freuen uns auf SAMIRA da ist es trocken und im Cockpit schön warm.
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Stadtrundfahrt macht hungrig. Nach der Portion waren wir es dann nicht mehr.

Fr. , 27.05.2022
Das Wetter ist noch immer uselig, deshalb nutzen wir heute unser 48 - Stundenticket von gestern und fahren die "grüne" und die "lila" Route Hop On Hop off ab (gestern war "rot" dran). Auf dem Rückweg haben wir noch etwas frisches Obst und Gemüse gekauft.
Jetzt sitzen wir wieder gemütlich an Bord und lauschen dem Heulen des Windes und dem Schlagen der Fallen auf den Booten.
Sa. , 28.05.2022
Kopenhagen ist eine Reise wert, doch wir wollen weiter, 9:50 Uhr verlassen wir den Hafen. Der Wind bläst mit 20 bis 25 kn recht kräftig aber leider aus der falschen Richtung. Wir müssen kreuzen und schaffen deshalb unser Tagesziel nicht. Nach 32 sm, tatsächlich nur 18 gesegelte Meilen (Luftlinie) fällt der Anker kurz vor Helsingør. Lange bleiben wir da nicht hängen, die lautstarke Musikbeschallung vom Ufer ist einfach nicht nach unserem Geschmack. Der Anker geht wieder hoch, wir motoren eine Meile zurück und liegen jetzt im Windschatten einer kleinen Marina mit Blick auf hübsche kleine Häuschen in Strandnähe.
Es ist Zeit für's Abendessen, heute gibt's handmade Pizza, lecker!
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Hier ist es ruhiger, weniger Schwell, keine Musik vom Ufer.

So. , 29.05.2022
Die Sonne hat sich endlich wieder durchgesetzt, nur leider ist mit den Wolken auch der Wind verschwunden. Alles Gute ist eben nie beisammen. Was soll's, SAMIRA bleibt am Haken. Ich nutze die Zeit zum "Hausputz", der Skipper nimmt den Wassermacher in Betrieb und macht diverse Sicherheitschecks.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Lesen und Faulenzen, schließlich ist Sonntag.
Mo. , 30.05.2022 images/trip_20220512/20220531_165523.jpg

Auch hier haben wir wieder eine schönes Plätzchen gefunden.

Die Windvorhersage ist deprimierend, frühestens am Mittwoch, eher am Donnerstag werden wir einigermaßen guten Segelwind haben. Aber wir versuchen es trotzdem.
10:20 Uhr ist der Anker oben. Wir wechseln mehrfach von Groß und Genua auf Groß und Blister. Zum Schluß kommt unser Jockel zum Einsatz. Zwischendurch immer wieder Regen, mal mehr mal weniger. Nicht schön aber wir müssen es nehmen wie's kommt.
Unterwegs sehen wir Delphine, nicht so spektakulär wie im Atlantik, aber wir sind begeistert!!
Wenn der Jockel läuft, arbeitet unsere "Helga" (Wassermacherin).
Wie bereits auf unserer Langfahrt in die Karibik erprobt, mischen wir etwas Seewasser darunter, das Ergebnis ist besteTrinkwasserqualität.
Nach gut 36 Meilen ankern wir bei Lynæs im Isefjord.
Di. , 31.05.2022
Nach dem ersten Kaffee fällt die Entscheidung, wir bleiben vor Anker weil kein Wind.
Ich finde es immer wieder erstaunlich mit wie wenig sich ein schöner Tag gestalten lässt.
Wir Lesen, wir führen Gespräche, wir beobachten die Wolken, das Wasser, die Schiffe die vorbeifahren und die Dänen bei ihren Wassersportaktivitäten nach Feierabend.
Später sehen wir am Horizont sogar zwei Heißluftballons, des einen Freud des anderen Leid.
Insgesamt war Petrus heute sehr gnädig mit uns, viel Sonne, kein Regen, (kein Wind), keiner kann alles haben, so ist das Leben.
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Segelwind geht anders.

Mi. , 01.06.2022 images/trip_20220512/20220601_183538.jpg

Machen sich bestimmt gut im Salat. Ist aber nicht so Unsers.

Wir pausieren weiter, immer noch kein Wind!
Zum Trost mach ich uns ein Verwöhn-Frühstück, knusprig gebratenen Speck mit Spiegelei (mein Skipper liebt es).
So sehr die Sonne und das blaue Wasser zum Baden einladen, bei gerade mal 15°C Wassertemperatur und einem riesigen Heer von kleinen und großen Quallen fällt uns die Entscheidung es zu vertagen nicht wirklich schwer.
Dafür kriegt der Skipper heute einen neuen Haarschnitt, alles zur richtigen Zeit.
Do. , 02.06.2022
Für heute wurde kräftiger aber immerhin gleichmäßiger Wind angekündigt. Deshalb haben wir gestern Abend den Wecker auf 4:00 Uhr gestellt (wirklich eine Sch... Zeit).
Der Wind kommt am Morgen aus SW später aus W. Unser ungefähres Ziel liegt nahe Aalborg also auf geht's.
Die ersten 5 Meilen motoren wir aus unserer Ankerbucht wegen Flachwasser, das Fahrwasser ist betonnt also kein Problem.
Dann bei ca. 15 kn Wind setzten wir das Groß und die Genua.
Die sich aufbauenden Wellen lassen unsere SAMIRA immer öfter hart in die Wellen krachen. Das fühlt sich nicht gut an, wir leiden mit ihr.
Der Wind bläst jetzt kräftiger, wir nehmen das Groß in's 2. Reff, trotzdem werden wir ordentlich durchgeschüttelt.
Jeder Segler weiß es, es gibt nur drei Arten von Wind: zu viel, zu wenig oder direkt von vorn, ein Teufelskreis!
Endlich, nach 16 Stunden fällt der Anker in einer Bucht kurz vor Aalborg, wir haben unser Tagesziel nach 85 Meilen erreicht. Trotz das unser Willy "am Ruder stand" sind wir jetzt rechtschaffend müde.
Fr. , 03.06.2022
Eigentlich haben wir keine Lust aufzustehen, am Himmel hängen dicke dunkle Wolken der Wind pfeift und es ist kalt.
Aber der 1. Kaffee macht die müden Knochen munter.
Die heutige Windvorhersage ist, entgegen den Erwartungen, phantastisch: zwischen 15 und 20 Knoten "Schiebewind", traumhaft!! Außerdem ist für Samstag/Sonntag wieder Flaute angekündigt.
Unter optimalen Bedingungen lassen wir uns die 41 Meilen durch's Kattegat bis auf die Insel Læsø schieben. Am Nachmittag kommt sogar die Sonne zum Vorschein, was will man mehr.
In der kleinen Marina von Østerby, die überwiegend von Schweden genutzt wird, denn die schwedische Küste ist nur ca. 30 Meilen entfernt, finden auch wir noch ein lauschiges Plätzchen.
Sa. , 04.06.2022 images/trip_20220512/20220604_121947.jpg

Gleich zu Anfang der Radtour eine Überraschung.

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Ein Dach aus Gras, sicher ein Paradies für Vögel und Insekten.

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Dicht gedrängt liegen die Schiffe im Westhafen.

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Eine Allee aus Rhododendron, in allen Farben.

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Fenster, Türen und Terassen müssen sicher regelmäßig freigeschnitten werden.

Das Wetter ist super, schon am Morgen scheint die Sonne, kaum Wind.
Nach dem Frühstück schnell noch zum Supermarkt. Dann erkunden wir die Insel mit den Klapprädern. Wir radeln zum "Vesterø Havn", der Weg ist länger als gedacht aber wunderschön. Die Radwege, incl. der kleinen Straßen, sind gut ausgebaut und in sehr gutem Zustand.
Im Westhafen angekommen genießen wir unseren Lunch und den schönen Blick auf die Marina. Die Marina ist sehr eng und bis auf den letzten Platz ausgebucht. Jetzt wissen wir, dass der weitere Weg bis in den Osthafen die richtige Entscheidung war.
Nach 43 km sind wir wieder zurück, unsere Hinterteile sagen danke, endlich Erlösung!!
Tatsächlich dominieren die Schweden das Bild im Hafen. Es sind nur wenige dänische, deutsche oder norwegische Flaggen zu sehen. Auch ein Engländer hat sich hier eingefunden, multikulti eben.
Das Beste kommt zum Schluß, Wäschewaschen, die sehr gute Ausstattung mit Waschmaschinen und Trocknern macht's möglich.
So. , 05.06.2022 images/trip_20220512/20220605_114415.jpg

Der Golfplatz gleich um die Ecke. Wer es denn mag.

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Der Osthafen ist schön großzügig angelegt, kann aber auch recht voll werden.

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Dort, kurz vor dem Horizont sind wir vor einigen Jahren schonmal vorbei gekommen.

Pfingstsonntag, allmählich leert sich der Hafen.
Wir bleiben hier, das Wetter ist einfach zu schön. Obwohl die Wunden noch nicht verheilt sind satteln wir die "Hühner" und drehen noch eine Runde (22 km).
Anschließend probieren wir die Küche im Hafenrestaurant und sind sehr zufrieden, ein gemütlicher Gastraum, freundliche Bedienung, gutes Essen.
Der Rohrschaden im Sanitrakt ist zu unserem Glück behoben, bevor wieder was passiert gehen wir lieber gleich duschen (SAMIRA ist leider nur mit einer Campingdusche ausgestattet).
Bei einem Glas Rotwein genießen wir am Abend den herrlichen Sonnenuntergang, fühlt sich an wie Urlaub ;-).
Mo. , 06.06.2022
Der Wind passt, nur mit Blister (wir lieben ihn) segeln wir heute nach Skagen. Wieder ein richtiges Segelvergnügen, einziger Wermutstropfen zwei "böse" Segelboote die trotzdem schneller Segeln als SAMIRA :-(
Di. , 07.06.2022 images/trip_20220512/20220607_122338.jpg

Sieht aus wie in Dänemark, stimmts ?

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Samira schon wieder längs am Steg, kommt in der Ostsee sonst nicht so oft vor.

Wir sind in Skagen, über der Marina liegt ein würziger Fischgeruch, oder einfach zusammengefasst, es stinkt nach verfaultem Fisch. Unerschrocken wie wir sind, haben wir uns trotzdem 1 kg frische Shrimps gekauft, hmm richtig lecker.
Mi. , 08.06.2022
Kurz vor 9:00 Uhr sind wir raus aus der Marina. Zuerst müssen wir um die Spitze von Skagen und dann Richtung Norden durch's Skagerrak.
Der Wind ist gut, kaum Welle, gemütliches Segeln.
Der Schiffsverkehr ist mäßig und es gibt keine Windparks denen wir ausweichen müssen also geht's immer gerade aus.
Später nimmt der Wind zu, wir reffen Groß und Genua. Die größer werdenden Wellen spülen unser Deck, auch im Cockpit wird's ungewohnt nass.
Trotz 20 kn Wind bremst uns der Gegenstrom mit bis zu 2 Knoten kräftig aus, wir sind auf Schleichfahrt.
Das helle Licht in der Nacht ist bemerkenswert schön, sonst schlafen wir längst um diese Zeit, aber heute kriegen wir schon mal einen Vorgeschmack von den "Weißen Nächten". Einfach faszinierend, bald ist Mittsommer.
Es ist geschafft, als der Anker nach mehr als 85 Meilen in einer Bucht bei Arendal in Norwegen (genannt "Lille Danmark", kleines Dänemark) fällt, ist es schon 3:18 Uhr am Morgen.
Es ist wunderschön hier, die Sonne geht gerade auf und wir gehen um 4:30 Uhr schlafen.
Do. , 09.06.2022
Schon 9:30 Uhr genießen wir unseren 1. Kaffee im Cockpit, die Sonne von heute Morgen konnte sich leider nicht durchsetzen, es pieselt.
Macht nicht's heute sind wir faul :-), SAMIRA bleibt am Haken.
Fr. , 10.06.2022 images/trip_20220512/20220610_071633.jpg

Rund um die Bucht

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Und auch größere.

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kleine Häuser.

Bei ganz viel Sonne und strahlend blauem Himmel genießen wir unser Frühstück. Vom Ufer ist das Zwitschern der Vögel und das Geschnatter der Enten gut zu hören. Ansonsten himmlische Ruhe, im Paradies kann es nicht schöner sein :-)).
Wir müssen uns losreißen es ist einfach zu schön hier, aber von nicht's kommt nicht's!
Der Wind weht aus Südwest, wir müssen kreuzen. Entgegen unseren Erwartungen wird es ein entspannter Törn, lange Schläge und gleichmäßiger Wind von 15 kn bringen uns gut voran.
Die Sonne leistet bis zum Nachmittag ihren Beitrag, erst dann wird der Himmel grau.
In der Nähe von Kristiansand findet der Skipper wieder eine schöne Ankerbucht (es gibt so viele), leider ist uns ein Fels im Weg und wir knallen drauf :-((.
Ende gut alles gut, wir sind mit dem Schrecken davon gekommen!!
Sa. , 11.06.2022
Auch heute geht's im Zickzack weiter, der Wind will es so.
Bei einem unserer regelmäßigen Rundumblicke entdecken wir am Horizont "wiedermal" ein Schiff. Im AIS holen wir uns mehr Informationen dazu. Es handelt sich um ein manöverbehindertes Fahrzeug mit dem Namen Hercules. Das bedeutet, alle Schiffe müssen ausweichen. Mit 1,5 Meilen Entfernung können wir es passieren, dachten wir!
In diesem Moment funkt uns die Hercules an, wir werden freundlich aufgefordert mehr Abstand zu halten. Die Hercules ist das deutsche Begleitboot für ein deutsches U-Boot das immer mal auf- und abtaucht. Anfangs erfolgt die Unterhaltung auf englisch, beim zweiten Anruf sogar auf deutsch. Natürlich kommen wir der Aufforderung nach, was bleibt uns auch anderes übrig. Sie bedanken sich und wünschen uns eine schöne Weiterreise. Jeden Tag eine gute Tat ;-).
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Wir ankern auf 14m, unter Wasser geht es genauso steil weiter wie am Ufer.

So. , 12.06.2022
Heute schlafen wir aus, bis zum Nachmittag wurde Starkregen und kräftige Windböen vorhergesagt.
Die Böen stimmen, mit Ausnahme von zwei kurzen Regenschauern lacht die Sonne. Für uns kein Grund zu meckern, wir genießen das faule Leben. SAMIRA hat damit auch kein Problem.
Mo. , 13.06.2022
Schon seltsam, seit einigen Tagen vermisse ich zwei von meinen drei Topflappen, in allen Ecken, Schränken und Schubfächern haben wir gesucht, sie sind und bleiben unauffindbar! Geklaut haben kann sie keiner, wir hatten in den vergangenen Tagen keine "ungebetenen" Gäste an Bord.
Wir sind gespannt ob und wo wir sie wiederfinden werden.
SAMIRA bleibt auch heute vor Anker liegen, draußen pfeift's uns noch zu sehr. Am Abend kommt noch ein schwedischer Segler in unsere schöne Bucht, wir sind also nicht mehr alleine.
Di. , 14.06.2022 images/trip_20220512/20220614_180355.jpg

Wir brauchen wieder mal Landgang. Der Wind bläst uns nach Farsund.

Bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonne sind wir heute im Gästehafen von Farsund angekommen.
Der Schwede aus der letzten Ankerbucht ist schon vor uns hier.
In der Mehrzahl liegen hier norwegische Segler (wen wundert's), aber auch ein Amerikaner, ein Pole, ein Schweizer, natürlich einige Schweden und ein weiteres deutsches Boot haben hier festgemacht.
Auch diesen kleinen aber feinen Hafen können wir weiterempfehlen.
Mi. , 15.06.2022 images/trip_20220512/20220615_192121.jpg

Nette Kleinstadt,

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Der Stolz des Ortes: (direkt vor dem grossen Einkaufszentrum)

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Wir sind dann lieber mit sowas unterwegs.

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durch diese Brücke kommen wir nicht mehr.

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Zwei Männer, 1886 von New York nach Le Havre gerudert, stammten ursprünglich von hier.

Schon wieder ist der 15., die Zeit rast, zum Glück haben wir 'ne Menge davon.
Die Einkaufsmöglichkeiten sind wieder super, nur 500 m entfernt gibt's eine shopping mall. Wir packen natürlich trotzdem die Räder aus, so lassen sich unsere diversen Einkäufe leichter transportieren.
Der Skipper hat heute seine Spendierhosen an, ein großer "noch" strahlend weißer Kugelfender, zwei blaue Sitzkissen für's Cockpit, zwei Handyladekabel und nicht zu vergessen, zwei Topflappen hässlich grau, aber andere gab's nicht, wandern in unseren Einkaufswagen. Natürlich haben wir auch unseren Kühlschrank wieder aufgefüllt.
Auch in dieser Marina stimmt wieder alles, Natur, Lage, Ausstattung, Preis, Versorgung und nicht zuletzt das Wetter.
Do. , 16.06.2022
Die Einfahrt in eine kuschelige Bucht.
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Dort geht es wieder raus.

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Ein kurzer Rundumblick in unserem Ententeich.

Eigentlich hatten wir für heute eine andere Bucht avisiert. Aber es ist genug, einen weiteren Kreuzschlag sparen wir uns denn segeln macht bekanntlich faul ;-).
Die Zufahrt zur Bucht ist kurz und schmal, von draußen kaum sichtbar. Wir sind dann doch einigermaßen erstaunt wie winzig klein sie ist, nicht größer als ein Ententeich.
Hier drinnen fühlen wir uns wie auf dem Marktplatz, SAMIRA hängt mittig an einer Boje und ringsherum stehen hübsche kleine Häuschen.
Am Abend trudeln noch zwei Segelboote ein, Platz ist in der kleinsten Hütte.
Fr. , 17.06.2022
6:00 Uhr klingelt unser Wecker wir wollen in die Nähe von Stavanger, der Weg ist weit. Beim Frühstück hören wir vom Ufer Glockengebimmel, man könnte meinen wir befinden uns auf einer bayrischen Alm. Aber nee, hier werden gerade die Schafe ausgetrieben.
Der Wind weht nur leicht von achtern, wir setzen den Blister (endlich mal nicht kreuzen müssen). Wir staunen, mit uns sind noch 5 weitere Boote im Rennen. Offensichtlich ist die Segelsaison in Norwegen eröffnet.
Der Wind wird stärker wir wechseln um auf die Genua, zwei Stunden später reffen wir sie. Trotzdem wird es mit bis zu 8 kn Fahrt über Grund eine Rauschefahrt. In Böen haben wir jetzt über 40 kn Wind.
Der Regen kommt wie angekündigt, leider!! Die Sicht sinkt auf wenige Meilen, wir schalten unser Radargerät ein. Außerdem hilft uns das AIS, so dass wir immer gut über die Schiffsbewegungen um uns herum informiert sind.
Nach mehr als 60 Meilen fällt der Anker in einer Bucht bei der Insel "Bru". Der Skipper schmeißt den Dieselofen an, bei 25°C wird es uns bald viel zu warm, aber alles wird wieder schön trocken.
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In Farsund lagen wir mit der schwedischen Segelyacht Svea an der Pier.

Heute sehen wir sie im AIS und auf dem Radar. Nachmittags sogar mal kurz direkt.
Sie haben die Chance genutzt und uns fotografiert.
In Flørli treffen wir uns wieder. Sie schicken uns das Foto per Mail.
Vielen Dank an Hanna und Stefan.
Wir können uns leider nicht revanchieren, auf die Idee sind wir nicht gekommen.
Sa. , 18.06.2022 images/trip_20220512/20220618_120747.jpg

Dort hinten kann man segeln?

Dort hüpft lecker Lachs rum.
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Gleich biegen wir in den Lysefjord ein.

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Der Preikestolen von unten. Beinahe wären wir vorbeigefahren, aber dann konnten wir oben ein paar Köpfe entdecken.

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Am Bug 1,6m Wassertiefe, am Heck 100m. Schön, das hier jemand Bojen ausgelegt hat.

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Wir kommen den Bergen näher.

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Bei uns gibt es heute lecker Schwein, nur noch etwas Geduld, der Backofen ist schon angeheizt.

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Wir sind drin.

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Dort kann man schon das Ende des Fjords erkennen, Lysebotn.

Schon mal ein sehr guter Start in den Tag, beim Frühstück scheint wieder die Sonne!
Von einigen stärkeren Böen und kleineren Schauern abgesehen, gleiten wir gemächlich mit achterlichem Wind in das Gebirgstal des "Lysefjord" hinein.
Unter uns bis zu 400 m Wasser, über uns bis 1.000 m hohe Felsen.
Man kann die Schönheit kaum beschreiben, es ist einfach grandios.
Von dem entgegenkommenden deutschen Segler (Bootsname: "flying fish"), erhalten wir über Funk den Tip, dass es in "Flørli" einen Bootsanleger mit Bojen gibt. Kurz entschlossen machen wir, ca. 7 Meilen vor Ende des Fjord's, genau dort fest (wir sagen danke). Wir sind nicht alleine, ein französischer Segler ist schon vor uns hier.
So. , 19.06.2022
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Mittags tiefhängende Wolken und (fast) Dauerregen.

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Abends dann der berühmte Hoffnungsschimmer.

Den ganzen Tag immer wieder Regen und kühle 15°C. Schade das Temperaturen nicht austauschbar sind, zu Hause stöhnen und schwitzen sie an diesem Wochenende bei über 30°C.
Unser Landausflug führt uns deshalb heute nur in's 50 m entfernte Bistro zum Mittagessen.
Danach ignorieren wir das "böse" Wetter, legen uns eine Decke über die Beine und machen es uns an Bord gemütlich.
Mo. , 20.06.2022
Ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein begrüßen uns. Da schmeckt der Kaffee gleich noch mal so gut.
Heute machen wir mal was ganz anderes, wie gehen wandern (ohne SAMIRA).
Wir steigen eine Treppe mit 4.444 Stufen hoch, bei der 800. Stufe gibt es zum Glück einen Abzweig den wir nehmen können. Der Wanderweg schlängelt sich über Stock und Stein, den Fjord unter uns haben wir dabei immer im Blick, die Aussicht ist fantastisch.
Auf'i, nauf'i !
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Bei Stufe 800 gibt es einen Abzweig, ganz oben wäre man auf 740m überm Meer. Nix mehr für unser Alter - jedenfalls nicht vor dem Mittag.

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Schon ganz schön weit bis zum Wasser.

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Wir geniessen die Aussicht, reparieren den Herzschrittmacher, dann geht es auf anderm Weg wieder runter.

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Kleines Haus am Fjord

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So sieht man es, wenn man vom Duschen kommt (ca. 250m Wanderweg)

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Auf der Terasse.

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Ideal für frisch Verliebte.

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Aussenklo, wer es "gemütlicher" braucht muss runter vom Berg.

Irgendwie süß.

Elektrische Heizung, Kaffeemaschine war in der Ecke zu erkennen, ein winziger Kühlschrank steht aussen in einem Verschlag.
Selbst einen Wegweiser zur Beach konnten wir finden.
Di. , 21.06.2022
Von Flørli haben wir uns nach dem Frühstück verabschiedet. Der Liegeplatz und die Sanitäranlagen waren kostenlos, ein Grund mehr diesen schönen Platz weiter zu empfehlen.
SAMIRA ist ein Segelboot, aber wenn es nicht anders geht kommt auch mal unser Jockel zum Einsatz. Knapp 20 nm hat er uns zurück durch den Fjord und in eine geschützte Bucht geschoben. Denn früher als gedacht fällt heute der Anker wegen "Wetter".
Heute ist Mittsommer, Petrus scheint das nicht zu interessieren. Der Himmel ist grau und am Nachmittag regnet es Strippen.
Die Mittsommer-Party fällt buchstäblich in's Wasser.
Mi. , 22.06.2022
Anfangs schiebt uns der Jockel, dann setzen wir das Groß und die Genua, dann rollen wir die Genua wieder ein und der Jockel übernimmt wieder ... u.s.w.!
Ab Mittag haben wir schwachen Wind der ausreicht, dass es "laaangsam" vorwärts geht.
Heute werden wir die Welt wohl nicht mehr umrunden, aber am Abend stehen immerhin 26 nm auf der Logge.
Als der Anker bei Bokn fällt, fängt es an zu Regnen, perfektes timing :-).
Do. , 23.06.2022
Den größten Teil der Strecke segeln wir heute zwischen den Inseln.
Der Wind ist eisig, zum Glück bleibt es den ganzen Tag trocken.
Bereits im Laufe des Tages suchen wir uns auf der Karte eine von Süden geschützte Ankerbucht, denn von dort soll der Wind bis nach Mitternacht weiter ordentlich blasen.
Nach 46 nm haben wir sie am frühen Abend erreicht, wieder eine sehr gute Wahl.
Wir sind ziemlich durchgefroren deshalb gibt's erstmal eine heiße Brühe, hmmm die tut uns beiden jetzt richtig gut :-).
Fr. , 24.06.2022 images/trip_20220512/20220624_084702.jpg

Neben diesem Inselchen fiel unser Anker auf 12m Wassertiefe.

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Landgang per Bananaboot.

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28,9°C im Schatten, so einen warmen Sonnen-/Sommertag erleben wir auf dieser Reise zum ersten mal.
Kaum ein Lüftchen weht und es soll den ganzen Tag so bleiben. Deshalb ist heute Segel-Ruhetag auch unser Jockel hat Pause!
Wir nutzen diesen Tag anderweitig, das gesamte Bettzeug incl. der Matratzen kommen an die frische Luft.
Nebenbei beobachten wir zwei Robben die ausgelassen miteinander spielen.
Später baut der Skipper das "Banana-Boot" auf (unser, vom Hersteller so benanntes, neues Beiboot) und machen damit einen Ausflug auf eine der umliegenden kleinen Inseln.
Zum Glück haben wir auch dafür einen Motor-Antrieb, denn wer will bei diesen Temperaturen schon rudern?
Zum Abschluss unserer Mühsal gönnen wir uns ein Eisbad bei 14,4 °C Wassertemperatur. Abgekühlt sind wir jetzt, brrrr, dass werde ich ganz bestimmt nicht täglich wiederholen.
Ein kleiner Rundumblick.
Vorher eine Probefahrt.
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Samira wartet, sie hängt an 50m Kette, wir hängen an ihr (Samira) ;-).

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22:00 Uhr, bei solchen Bildern verkraftet man sogar Eisbaden - oder?

Sa. , 25.06.2022 images/trip_20220512/20220625_223248.jpg

Mitten in der Altstadt von Bergen.

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Immer noch sehr schön.

Aufstehen wie immer, dann den 1. Kaffee um richtig wach zu werden und schon 9:10 Uhr ist der Anker oben. Das ging schnell, sonst brauchen wir dafür eine Stunde länger!?
Die Sonne scheint, der Wind weht am Anfang schwach, später kräftig.
BERGEN WIR KOMMEN!!
Heute ist (leider) Samstag, das Wetter ist auch am Abend noch super und wie erwartet ist der Hafen rappel voll. Die Norweger lassen es krachen.
Einige Boote liegen zu viert im Päckchen und machen Party :-).
Wir üben uns in Geduld, ein großes Motorboot legt ab und wir endlich an. Das wäre geschafft.
Von dem Lärm und den Menschenmassen werden wir am Anfang fast erschlagen.
Da hilft alles nicht's, wir stürzen uns ebenfalls in's Getümmel.
Wie praktisch, der Fischmarkt ist gleich um die Ecke, wir holen uns schon mal Appetit (leider leider haben wir keinen Hunger, zu Mittag gab's Pizza, hausgemacht).
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In den letzten Jahren leider touristisch "etwas" aufgewertet.

So. , 26.06.2022
Von unserem Liegeplatz können wir sehr gut die "Fløibanen" sehen. Sie ist bereits 1918 in Betrieb gegangen und es braucht nur 7 Minuten bis zur Bergstation des Fløien. Zu Fuß sind es drei recht steile Kilometer.
Der Skipper bucht zwei Tickets via Internet und ab geht's.
Dank der zentralen Lage des Hafens sind es nur ca. 300 m Fußweg bis zur unteren Station der Standseilbahn. Wartezeiten gibt es keine, denn sie fährt in kurzen Abständen von 8:00 Uhr bis 23:00 Uhr an sieben Tage in der Woche.
Oben angekommen essen wir ein Softeis und genießen dabei den herrlichen Ausblick weit über Bergen hinaus.
Zurück gehen wir zu Fuß, auf diese Weise verlängern wir unser Vergnügen und die tolle Aussicht auf die Dächer von Bergen.
Was sein muss, muss sein:
zwei volle Taschen mit Schmutzwäsche müssen heute noch in die Waschmaschine bzw. Trockner. Die Bereitstellung dieser Geräte, den meistens sehr schicken Sanitäranlagen und nicht zuletzt die Müllentsorgung (unsere gesammelten Werke) lassen an Komfort nicht's zu wünschen übrig. Wir sind unendlich dankbar dafür.
So ein Tag macht natürlich hungrig, auf dem Markt kaufen wir uns 1,5 kg Shrimps, geräucherten Lachs und Wurst vom Elch, Rentier und Wal. Heute essen wir nur die Shrimps ;-).
Seit wir vom Markt zurück sind regnet es wie versprochen. Aber mein Skipper kennt keinen Schmerz, er holt freiwillig die fertige Wäsche (ich bin begeistert :-)).
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Samira ist auf dem Bild!

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Bergen ist die 2. größte Stadt Norwegens. Nur einen Teil kann man hier sehen.

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Da kommt touristischer Nachschub ;-)

Auf dem Fløien, wo geht's denn hier bitte zum Ziegenkäse?
Mo. , 27.06.2022 images/trip_20220512/20220627_142421.jpg

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Der Zug von Aussen

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Die alte Baustrasse für den Trassenbau, heute Fahrradroute - wer's denn mag!'

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Schon lange haben wir uns auf diesen Ausflug gefreut.
Unser Zug fährt 8:30 Uhr von Bergen nach Myrdal. Fahrzeit 2,5 Stunden.
Dort steigen wir um in die weltberühmte "Flåmsbahn", sie zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen Norwegens.
Das Highlight ist nicht der Zielort Flåm, sondern die Bahnfahrt dorthin.
Uns bietet sich eine wirklich traumhafte schöne Natur.
Flüsse und Bäche winden sich durch tiefe Schluchten entlang üppig grün bewachsener Berg- und Wiesenhänge.
Wasserfälle stürzen über schroffe Felswände. Es geht vorbei an schneebedeckten Bergen und Bergbauernhöfen.
Nach rund 20 km und knapp 60 Minuten endet die Fahrt am wunderschönen Auerlandsfjord und dem kleinen Örtchen Flåm mit seinen 450 Einwohnern.
Diese Bahn ist weltweit die steilste Normalspurbahn die ohne Hilfsmittel wie Zahnrad oder Seil auskommt.
Fast 80 Prozent der Bahngleise haben einen Neigungsgrad von 55 Promille, dass entspricht einem Gefälle von 1 m je 18 m Länge.
1923 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und nach rund 20 Jahren 1944 fertig gestellt.
Nach 1,5 Stunden Aufenthalt geht's retour, wir können also doppelt genießen :-)).
(Der Blick aus dem Fernzug hat für uns auch einiges zu bieten und ist deshalb genauso erwähnenswert!)
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und von Innen.

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Überall fällt Wasser von den Bergen, hier 140m tief

An diesem Wasserfall stoppt der Zug extra für 5 min .
Di. , 28.06.2022
Vor zwei Tagen war die erste unserer drei 5 Liter Gasflaschen leer.
Trotz anderslautender Informationen, dass in Norwegen keine ausländischen Gasflaschen befüllt werden, war der Skipper bei seiner Recherche im Internet erfolgreich. Auf seine telefonische Anfrage bei der Firma "Vest Gas" wurde ihm bestätigt, dass sie auch deutsche Flasche füllen.
Also schnappen wir uns heute die leere Gasflasche, setzen uns in ein Taxi und nach nur 45 Minuten sind wir mit unserer vollen Flasche zurück an Bord :-)).
SAMIRA ist bereits reisefertig. Auf dem Fischmarkt kaufen wir noch Lachs für's Mittagessen und los geht's.
Good bye Bergen!
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Bergen war (ist) schön, aber jetzt geht es weiter.

Mi. , 29.06.2022
Die Ankerbucht ist gut geschützt, trotzdem hält unser Anker nur schlecht auf dem mit Grünzeug bewachsenen Grund. Gerade rechtzeitig werden wir am Morgen wach um SAMIRA vor größerem Schaden zu bewahren.
Trotz wenig Wind versuchen wir nach dem Frühstück unser Glück, aber nach 12 Meilen geben wir auf, der Wind ist selbst für unseren Blister zu schwach.
So dicht unter Land finden wir wieder schnell eine von allen Seiten geschützte Bucht.
Die Sonne brennt uns auf den Bauch, das soll sie auch, dass soll sie auch ;-).
Später setzt der Skipper unser Sonnensegel, jetzt ist die richtige Zeit zum Faulenzen!
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7m bis zum Grund.

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Winziger Ort im Inselchengewirr.

Do. , 30.06.2022
Entspannt sitzen wir beim Frühstück, als ein kleines Fischerboot längsseits kommt.
Ein kleiner Schwatz von Boot zu Boot dann schenkt uns der Fischer drei große fangfrische Krabben. Als kleines Dankeschön wechseln einige Dosen Bier den Besitzer, worüber sich nun der Fischer ebenso riesig freut.
Wir lesen im Internet nach, wie man sie zubereitet und was man von den Biestern alles essen kann.
Da der Verzehr in einer ziemlichen Sauerei enden kann, wurde empfohlen die Tischplatte großflächig mit Zeitung abzudecken.
Wir beherzigen den guten Rat und setzen uns vorsorglich zum Essen auf's Vorschiff.
Mit einem Nussknacker und scharfen Messern brechen wir ihren Widerstand. Das Krabbenfleisch schmeckt wirklich ausgezeichnet.
Anschließend zwei Eimer Wasser über's Deck und alles ist wieder schön sauber.
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Willkommen an Bord.

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Einer nach dem Andern in den Topf.

Fluchtversuch zwecklos, wir sind hungrig.
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Essen ist fertig!

Fr. , 01.07.2022
Bei Temperaturen um 30°C und Windstille genießen wir Karibik-Flair in Norwegen. Das Wasser ist fast genauso blau nur leider nicht so schön warm wie dort. Baden fällt deshalb aus.
Sa. , 02.07.2022
So geht's, kein Tag ist wie der andere. Heute mal wieder Schmuddelwetter. Mal mehr mal weniger Regen, Wind von stark bis schwach, der Himmel grau, mal voller Wolken mal Sonne, zum Glück keinen Schnee. Allerdings lassen die heutigen Tageshöchstwerte einen zeitigen Winteranfang vermuten :-(.
So. , 03.07.2022
Wir starten spät, es ist schon fast Mittag. Nur mit gereffter Genua segeln wir unermüdlich nordwärts. Kein weiterer Segler weit und breit.
Bis zum Nachmittag bleiben wir trocken, kurz vor Tagesende holt uns der Regen dann aber doch noch ein.
Als wir die Marina in Frøya erreichen liegen dann immerhin knapp 50 nm hinter uns. Wir sind zufrieden.
Das gab's noch nie, wir sind tatsächlich die einzigen Gäste am Steg.
Mo. , 04.07.2022
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Kalvåg auf Frøya bei Tag

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und Nacht.

Die Gäste-Steganlagen sind gewöhnungsbedürftig, sie wirken etwas ramponiert. Was aber auf die übrige Ausstattung der Marina keinen negativen Einfluss hat.
Alles was der Segler braucht und sich wünscht ist vorhanden.
Das Wetter ist unverändert April-lastig :-(.
Der Skipper legt das Stromkabel, heute heizen wir den Salon mit dem Heizlüfter, der schafft es dann immerhin auf knapp 20°C.
Rings um die Marina stehen hübsche kleine bunte Häuser die nachts angestrahlt werden, wirkt irgendwie heimelig.
Di. , 05.07.2022
Auch heute begrüßt uns der Tag mit dunklen Wolken und Regen,
wir segeln trotzdem weiter.
Die Regenschleier sind so dicht, dass die Felsen nur noch schemenhaft sichtbar sind. Das Wasser hat die unschöne Farbe von dunkelgrau, manchmal fast schwarz.
Der Wind weht aus West mit durchschnittlich 20 kn, die Wellenhöhe liegt inzwischen bei 2,5 m. (Petrus schickt uns auf direktem Weg schöne Grüße aus Island).
Auch auf der Insel SILDA erwartet uns ein kleiner aber feiner Gäste-Hafen, hier machen wir für diese Nacht fest.
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So eine Begrüßung läßt sich der Seemann gefallen ;-)

Mi. , 06.07.2022 images/trip_20220512/20220707_095932.jpg

Im Hafen gab's dann noch ein paar davon.

Leider ist uns zur Zeit nicht nach geniessen, wir haben Corona an Bord.

SAMIRA liegt und bleibt heute fest am Anleger. Den ganzen Tag Schütteregen ohne Unterbrechung.
Heute "bullert" unser Öfchen, ein wohliges Gefühl macht sich breit.
Am Vormittag hat am Nachbarsteg ein weiteres deutsches Boot festgemacht. Seine zahlenden Gäste steigen morgen ab und fliegen zurück nach Hause.
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sonst ist hier, im nördlichsten Hafen dieser Reise nicht so viel los.

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Do. , 07.07.2022
Wir sind zurück in Frøya und machen am selben Steg fest. Das hat den großen Vorteil, kurze Wege bis zum Supermarkt und den Duschen.
Fr. , 08.07.2022
Über's Wetter reden wir nicht, dass ist kein's, dass ist eine Zumutung!
Am Nachmittag gucken wir Filme über's Internet.
Sa. , 09.07.2022
Ein neuer Kälterekord, am Morgen nur noch 12°C im Salon. Der Heizlüfter dreht in Dauerschleife.
Draußen heult der Wind und der Regen peitscht auf's Deck, den Gang zum Supermarkt verschieben wir.
So. , 10.07.2022
Bei Außentemperaturen zwischen 10°C und 12°C wird unser Boot allmählich zur Tropfsteinhöhle.
Neben schwarzen Wolken, zeigt sich heute sporadisch die Sonne. Immerhin, es gibt sie tatsächlich noch.
Mo. , 11.07.2022
Wir segeln weiter Richtung Süden und hoffen auf trockeneres Wetter und wärmere Temperaturen.
Als ob uns "der da oben" verstanden hat. Auf dem Weg nach Florø löst sich allmählich die Wolkendecke auf und am Nachmittag genießen wir sogar Sonne pur.
Di. , 12.07.2022
Natürlich regnet es wieder!
Der Skipper dichtet derweil die Ölwanne vom Motor ab, Begeisterung hört sich anders an ;-).
Florø ist eine mittelgroße Kleinstadt. Am Nachmittag nutzen wir die Regenpause und bummeln durch die Straßen. Viel Sehenswertes gibt es nicht, selbst geeignete Fotomotive sind nicht zu finden.
Immerhin schmeckt uns etwas später unsere Fischsuppe und die gebratenen Nudeln mit Schweinefleisch beim Asiaten.
Mi. , 13.07.2022
Wir hängen noch einen Tag dran, der Skipper ist gestern noch nicht fertig geworden.
Vom Wetter her passt es, Wind aus Süd ist nicht unsere Richtung, kann also nur besser werden.
Heute haben wir Appetit auf Shrimps, also ziehen wir los und kaufen 1,5 kg zum selber puhlen (ist ja nicht viel dran). Zum Nachtisch gönnen wir uns ein Sahnetörtchen :-)).
Do. , 14.07.2022
Schon 9:00 Uhr legen wir ab. Der Wind ist heute ganz nach unserem Geschmack (NW).
Wir segeln zwischen großen und kleinen Inseln hindurch. Ab Mittag setzt sich immer mehr die Sonne durch, einfach herrlich. Dann biegen wir ein in den Sogne-Fjord, mit angenehmen 15 kn Wind und Sonne im Rücken lassen wir uns schieben.
Nach 53 nm fällt der Anker in der Bucht bei Vadheim, wunderschön ist es hier.
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Erst 9:00 Uhr werden wir heute wach, wir nehmen uns trotzdem die Zeit für ein ausgewogenes Frühstück.
13:19 ist der Anker oben, vom Ufer wird unsere Abfahrt sehr aufmerksam von einem jungen Pärchen mit PKW und Wohnanhänger beobacht. Auch heute segeln wir mit Rückenwind, sehr bequem.
16:58 fällt der Anker bei Ortnevika.
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Hurtigroute ist gar nicht hurtig unterwegs, er kommt von Flåm, .

Bis Flåm sind es nur noch 49 nm. Auch heute segeln wir mit Rückenwind. Dieser Tag bekommt wegen "Schönwetter" einen Eintrag im Kalender, ab Mittag setzt sich immer öfter die Sonne durch, den ganzen Tag kein Regen und es ist nicht mehr so kalt.
Unser Tagesziel Flåm erreichen wir 19:35 Uhr. Die kleine Marina ist rappelvoll.
In diesem kleinen beschaulichen Ort sind wir am 27.06.22 mit der Flåm-Bahn angekommen.
So. , 17.07.2022
Und wieder ist ein neuer Tag, wie jeden Morgen gilt der erste Blick dem Wetter. Der Himmel ist grau aber es ist trocken.
Zur Mittagszeit drehen wir eine letzte Runde durch den Ort essen eine Kleinigkeit und schon schwimmt SAMIRA wieder frei.
Heute haben wir mit ca. 3,5 nm Kurzstrecke gebucht. Für 15,00€ pro Nacht machen wir an einem Steg fest. Sonst gibt's hier nicht's, kein Strom, kein Wasser, keine Müllentsorgung...! Macht nicht's, haben wir alles schon erledigt. Der einzige Grund hier zu sein, ist der Supermarkt in ca. 20 m Entfernung. Da wollen wir gleich noch hin.
Mo. , 18.07.2022 images/trip_20220512/20220718_111825.jpg

Die Umgebung vom Hafen ist schon mal sehenswert.

Nebenan hat ein deutsches Motorboot festgemacht. Die beiden kommen gerade von eine Bergwanderung zurück und schwärmen davon.
Ok, Zeit haben wir, das Wetter ist gut, warum nicht.
Wir packen eine Flasche Wasser, Müsliriegel und Bananen in den Rucksack und los geht's.
Der Weg ist steil, frieren müssen wir während des Aufstiegs schon mal nicht.
Unsere Nachbarn haben nicht zu viel versprochen. Vor der Schutzhütte ist eine große Aussichtsplatform, innen ist sie bestens ausgestattet sie bietet reichlich Platz zum Sitzen und einer große Pritsche zum Schlafen, außerdem steht ein Generatur für die Heizung zur Verfügung.
Wieder zurück bei SAMIRA geht's heute noch ein kleines Stück weiter (12,5 nm unter Motor weil kein Wind). Als nächstes Ziel hat sich der Skipper eine Ankerbucht im Nærøy Fjord ausgesucht. Traumhaft schön!
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Jeden Höhenmeter selbst gelaufen!

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Bei dem Blick eigentlich unbezahlbar,

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Die Schutzhütte ist frei zugänglich.

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aber kostenfrei.

Di. , 19.07.2022
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8nm paddeln durch den Fjord.

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Wer müde ist, zeltet einfach (bei 12 - 14°C).

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Tschüss Fjord!

Wir verlassen den Nærøy-Fjord mit Motorkraft. Die Sonne scheint, es ist herrlich.
Bereits gestern haben wir mehrfach Gruppen in Paddelbooten überholt. Auch heute sind sie wieder zahlreich unterwegs. Ihre Zelte waren entlang der Strecke überall verteilt, offensichtlich lieben auch Wohnmobilfahrer diesen außerordentlich schönen Fjord, denn jeder Stellplatz scheint belegt.
Später kommt Wind auf und wir lassen uns, wie schon so oft, von der Genua ziehen. Da kommt so richtig Freude auf :-).
Mi. , 20.07.2022
Gut, dass die Nacht vorüber ist, die Welle lief in unsere Bucht und SAMIRA tanzte Tango, an Schlaf war kaum zu denken.
Als der Regen und das Gewitter am Vormittag vorbei waren kam die Sonne raus, der Sonnenschein weckt unsere Lebensgeister.
Dann geht's mal unter Motor mal unter Segel weiter durch die Welt der Fjorde und Trolle.
Am Nachmittag ist der Himmel schon wieder grau, aber das kennen wir schon, trotzdem lassen wir uns von Petrus die gute Laune nicht verderben.
Die heutige Ankerbucht verspricht schon mal einen entspannten und erholsamen Schlaf.
ln diesem Sinne, gut's Nächtle.
Do. , 21.07.2022
Es geht doch nicht's über einen guten und erholsamen Schlaf, wir sind wieder bereit für neue Taten!
Heute wechseln sich Sonne und Wolken ab. Von Tag zu Tag wird es trockener, wir meckern nicht ;-).
Der Wind weht mit ca. 15 kn aus West, gut für uns, denn so können wir wieder unsere Faulheit pflegen und uns nur unter Genua ziehen lassen.
Nach 37 nm hängt SAMIRA wieder am Haken, von unserem Ankerplatz sind schon die ersten Randsiedlungen von Bergen zu sehen.
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Erst überholen wir langsam, aber sicher einen französischen Grosssegler.

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Dann kommt uns diese Plattform entgegen. Richtig, sie fährt selbst, wir waren total überrascht.

Fr. , 22.07.2022
Den ganzen Tag Sonnenschein, nach und nach pellen wir uns aus unseren Kleiderschichten. Wir müssen uns zügeln, sonst werden wir vor lauter Wonne noch genußsüchtig :-)).
Gegen Mittag haben wir Bergen passiert, wir nutzen den guten Wind in Richtung Hardanger-Fjord.
Das Segeln ist heute das reinste Vergnügen, zeitweise kommt sogar unser Blister zum Einsatz.
Sa. , 23.07.2022
Die Sonne hat uns schon wieder verlassen :-(.
Aber wir sind drin im Hardanger-Fjord. Anfangs ist auch dieser sehr breit, bald schon wird er schmaler dann kann man die Naturschönheiten in seiner ganzen Pracht viel besser bewundern.
Bei den ungewohnt zahlreichen Seglern die heute unterwegs sind fühlen wir uns fast wie in dänischen Gewässern oder auf der Ostsee. Es ist Samstag und es ist Ferienzeit, es sei jedem gegönnt :-).
So. , 24.07.2022
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Jede Stunde liegt dieser Kollege neben uns.

Wird elektrisch angetrieben, wenn er kommt nehmen wir es kaum wahr.

Aber beim Ablegen immer eine Herausforderung für unsere Festmacher und Fender.

Und wieder ist ein Regentag vorbei. Erst 15:00 Uhr geht der Anker hoch.
Es gibt sie noch, gerade haben wir Delphine gesehen. Sehr kleine Exemplare zwar und nicht so verspielt wie die im Atlantik aber immerhin!!
Petrus kann es nicht lassen, doch jetzt passte es denn die Sonne hat uns einen wunderschönen Regenbogen gezaubert, ein Foto ist der Beweis.
Dank eines netten Herrn mit Hund haben wir heute an der Rückseite des Fähranlegers einen Vorzugs-Liegeplatz für SAMIRA. Allerdings kommt der Anleger beim An- und Ablegen der Fähre kräftig in Bewegung und SAMIRA natürlich auch. Was sagt uns das, alles Gute ist nie beisammen.
Mo. , 25.07.2022
Ab Mittag soll es Starkregen geben, deshalb bleiben wir noch einen Tag,
An das An- und Ablegen der Fähre haben wir uns gewöhnt. Leider drückt jetzt der Wind viel Wasser in unsere Bucht und SAMIRA hüpft und springt schon wieder.
Nicht zu ändern, da müssen wir jetzt durch.
Der Regen kam wie versprochen, gut, dass wir Filme über die Mediathek gucken können. Man kann ja nicht den ganzen Tag lesen.
Di. , 26.07.2022
Das Wetter ist schlecht, aber länger hier bleiben wollen wir auch nicht. Nach nur 14 nm erreichen wir Ulvik, sehr schön eingebettet am Ende des Fjords.
Aber die volle Schönheit entfaltet sich erst bei etwas Sonnenschein. Für die nächsten Tage wird sie uns angekündigt, wir sind gespannt :-).
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Hardangerbrücke: aus dem Tunnel - über die Brücke - in den Tunnel.

Oder: drunter durch ;-)
Mi. , 27.07.2022
Dafür das beinah Windstille angekündigt wurde segelt es sich bei 12 kn recht gut. Heute leider nicht ganz so bequem wie die letzten Tage denn wir müssen kreuzen und das bedeutet Körpereinsatz.
Am Nachmittag erreichen wir die Marina in Norheimsund, der Hafenmeister erwartet uns schon. Er muss sich noch etwas gedulden, vorher müssen wir mit SAMIRA an die Tanke. Der Liter Diesel kostet 1,90 €.
Do. , 28.07.2022
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Im Hintergrund tatsächlich ein Gletscher.

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Ein wirklich seltenes Phänomen in Norwegen, strahlend blauer Himmel und es ist sommerlich warm :-)).
Heute steht noch Wäsche waschen und einkaufen auf dem Plan.
Nach getaner Arbeit radeln wir ein gutes Stück den Fjord entlang. Die Fernsicht ist heute grandios.
Fr. , 29.07.2022
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Es ist kaum zu glauben, den zweiten Tag infolge werden wir mit Sonne pur und wolkenlosem Himmel verwöhnt.
Langsam aber sicher segeln wir dem Ausgang des Fjords entgegen.
Für diese Nacht hat der Skipper wieder eine schöne ruhige Bucht gefunden. Aus dem Cockpit heraus haben wir einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge und Hügelketten, es ist wunderschön hier.
Sa. , 30.07.2022
Man könnte meinen, der Sommer ist in Norwegen angekommen, denn auch heute werden wir von der Sonne geweckt.
Die Tages- und Nachttemperaturen steigen allmählich, selbst das "Badewasser" schafft es mancherorts auf knapp 18°C. Für mich trotzdem kein Grund da reinzuspringen ;-).
Doch man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, denn es regnet wieder. Da passt es, dass SAMIRA schon wieder am Haken hängt.
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Wie hoch mag die Vergnügungssteuer bei so einem Arbeitsplatz sein?

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So. , 31.07.2022
Am Morgen hoffen wir auf Wind und das der Regen aufhört.
Unsere Wünsche werden erhört, klappt sonst nie ;-)).
Bei diesen guten Bedingungen waren erwartungsgemäß viele Segler unterwegs. Außerdem hat uns ein Schiff der dänischen Fjordline überholt, war was für's Auge.
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Mo. , 01.08.2022
Ein neuer Tag ein neues Glück.
Nach knapp 12 Stunden stehen am Abend 60 nm auf der Logge. Wir hatten Kaiserwetter das genutzt werden musste. Und das Schönste daran, wir waren fast ausschließlich mit dem Blister unterwegs. Ein tolles Segelvergnügen :-)).
Di. , 02.08.2022
Kein Tag gleicht dem anderen.
Seid gestern Abend liegt SAMIRA gut geschützt in der Bucht von Hellvik (nahe Egersund) vor Anker.
Wie angekündigt stürmt es heute vor der Küste und es regnet Strippen.
Für den Rest des Tages haben wir uns hier eingerichtet.
Mi. , 03.08.2022
Hier haben wir mal eine Auswahl norwegischer Seezeichen
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In der Seekarte sehen die dann so aus. Jetzt heisst es: finde sie!

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Unser Tagesziel Vestbygd haben wir 19:00 Uhr erreicht. Eigentlich wollten wir im Vorhafen ankern, aber die Welle von draußen versprach eine unruhige Nacht. Deshalb haben wir in der kleinen Marina festgemacht.
Hier überwiegen die deutschen Stimmen. Es sind vorwiegend Petriejünger die mit ihren kleinen Angelbooten raus fahren und auf den ganz großen Fang hoffen. Spaß haben sie dabei, mit Ausnahme derer die seekrank werden ;-).
Do. , 04.08.2022 images/trip_20220512/20220804_194543.jpg

Und weiter geht's unter vollen Segeln, haben wir uns heute morgen gedacht.
Denkste, der anfängliche Leichtwind war schnell verweht, dann kam die große Flaute und wir sind viele Stunden motort.
Erst am Nachmittag kam ein Windhauch zurück, leider viel zu spät!!
Dafür pfeift es jetzt in unserer gut geschützten Ankerbucht ganz ordentlich, wer hat das bestellt?
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Es stimmt, wir haben es uns selbst ausgesucht. Und trotzdem oder gerade deshalb freuen wir uns doppelt, dass es doch "Sommer" in Norwegen gibt und wir ihn endlich genießen können :-)).
Am frühen Nachmittag haben wir Kristiansand passiert.
Der Wind weht zum Teil kräftig, aber der Gegenstrom verlangsamt unsere Fahrt erheblich, wir sind auf Schleichfahrt.
Die heutige Ankerbucht bei Lillesand ist exzellent vom Skipper ausgesucht. Bei 19,15°C Wassertemperatur trau auch ich mich ganz kurz rein. (Die täglichen kalten Waschungen haben wohl doch nicht ausreichend zu meiner Abhärtung beigetragen). Der Skipper schwimmt sogar eine Runde um's Schiff. Was für ein Held ;-).
Sa. , 06.08.2022
Schon wieder Wochenende, die Zeit rennt, aber eigentlich sind die einzelnen Wochentage für uns nur sehr selten von großer Bedeutung. Ganz nach dem Motto, welcher Tag ist heute? Mittwoch glaub ich !? :-)).
Eigentlich wollten wir nur etwas Abwechslung vom See-Segeln und sind nach Arendal abgebogen. Dann haben wir kurz entschlossen in der Marina festgemacht.
War leider keine unserer besten Ideen!!! Sehr laut und sehr teuer.
Da wir nun schon mal hier sind waschen wir auch gleich unsere Wäsche.
Wir sind uns einig, ein ruhiger geschützter Ankerplatz ist uns 10 x lieber.
So. , 07.08.2022
Der böige Wind von gestern hat angenehmen 13 - 18 kn aus West Platz gemacht. Genau wie wir es mögen sind wir mal mit Blister oder Genua unterwegs.
In beide Richtungen nutzen viele Segler die Gunst der Stunde. Im Süden des Landes, besonders in der Nähe Oslos, beobachten wir eindeutig mehr Segler als weiter oben im Norden. Nicht so ungewöhnlich finden wir, denn das Klima ist hier eindeutig "freundlicher" :-).
Seit dem späten Mittag pieselt es - für uns kein Problem, denn einer schließt den Himmel auf und die Sonne kommt heraus! War doch schon immer so :-)).
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Mo. , 08.08.2022
Tiny Samira im Einsatz, die Grosse liegt brav vor Anker.
Heute mal kein Wind, dafür gaaanz viel Sonne.
SAMIRA liegt in einer wunderschönen weitläufigen Bucht deren Ufer mit schicken Ferienhäusern bebaut ist.
Das schöne Wetter nutzten wir für Hausputz innen und außen. Muss halt sein, manchmal ;-).
Danach steigen wir in unser Banana-Boot und erkunden die nähere Umgebung.
Zurück vom Ausflug kriegt der Skipper einen neuen Haarschnitt, frei Haus und kostenlos (natürlich ohne Trinkgeld).
Di. , 09.08.2022
Der Wind lässt noch auf sich warten, deshalb starten wir heute erst nach 13:00 Uhr.
Wie immer sind die Zu- und Ausfahrten der Ankerbuchten der reinste Hinternisparkur. Im Zickzack geht's vorbei an vielen großen und kleinen Felsen, die mal unter, mal gut sichtbar über Wasser liegen. Ohne gute See-Karte wäre es schier unmöglich da unfallfrei durchzukommen.
Endlich im freien Fahrwasser kommen wir heute mit Groß- und Genua sehr gut voran.
Ich traue meinen Augen kaum, in unserer heutigen Ankerbucht zeigt das Badewasser 20,45 °C.
HURRA ES IST SOMMER !!!
Mi. , 10.08.2022
Wir nehmen Kurs in Richtung Oslofjord. Unterwegs passieren wir auch "Prison Island" (Gefängnisinsel) ähnlich "Alcatraz" in San Francisco in den USA. Nur das auf der hiesigen nur "Leichtgewichte" mit guter Führung verweilen dürfen. Die Bewohner dürfen sich frei bewegen und einer Arbeit nachgehen. (Lt. einem TV-Beitrag den wir vor langer Zeit gesehen haben).
Nach knapp 42 nm werfen wir den Anker, für heute ist's genug. Oslo heben wir uns für morgen auf.
Do. , 11.08.2022
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Da ist schonmal die berühmte Oper.

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Ein sehr melodisches Glockspiel kam von den Türmen.

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Das alte Fort.

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Meine Stadtwohnung, mein Boot, alles bestens ins rechte Licht gesetzt.

Verglichen mit den Lyse- und Hardanger-Fjorden gleicht der Oslofjord in weiten Teilen eher einer Seenlandschaft.
Nach 32 nm haben wir planmäßig Oslo erreicht.
Wie oft in großen Städten ist auch die Anzahl der Marinas groß, drinnen ist's aus Platzgründen entsprechen eng und extrem voll. Nach langem Suchen konnten wir einen gerade frei geworden Liegeplatz ergattern ;-). Der Hafenmeister war beim Anlegen behilflich, was äußerst nützlich war, denn Wind und Welle haben es uns nicht leicht gemacht.
Nach dem "verdienten" Anlegebier erkunden wir mit den Rädern die nähere Umgebung, bis zur Oper haben wir es geschafft.
Bei Temperaturen knapp unter 30 °C ist auch hier, wie überall in Norwegen, der Teufel los. Gefühlt macht das ganze Land bis in die späte Nacht hinein Party ;-).
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Vom Stadthafen Oslo nur zweimal rechts abbiegen und dann ganz exklusiv bis vor die Oper.
Anker in's Wasser, Sonnensegel setzen und den Tag bei knapp 30°C, im Schatten sitzend, genießen.
Wir dachten schon, dass die Polizei und der Wasserrettungsdienst zu unserem Schutz abgestellt wurde ;-).
Falsch, hier beginnen gerade die "Cliff Diving" Meisterschaften. 12 der weltbesten Männer & Frauen springen aus 21 bzw. 27 m Höhe kunstvoll, unter viel Beifall der Zuschauer, in die Tiefe.
Wow, und ich springe nicht mal vom 5 m Turm :o).
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Oben auf 27m steht gerade ein Springer, huhuh !

Sa. , 13.08.2022
Die Badesaison ist eröffnet, das Wasser ist glasklar und knapp 22 °C warm.
Noch vor dem Frühstück erst mal eine Runde um's Schiff, das ist gelebter Sommer :-)).
Leider gibt's auch hier diese fießen Quallen mit ihren langen Tentakeln. Natürlich hat uns eine erwischt, jetzt haben wir den ganzen Tag was davon.
Am Abend ankern wir an dem selben Platz wie vor drei Tagen, denn seit heute segeln wir nach Süden.
So. , 14.08.2022 images/trip_20220512/20220814_174602.jpg

Beweisfoto

Seit Tagen ist Hochsommer in unserer Region. Ein ganz klein wenig fühlen wir uns an die Karibik erinnert.
Der Wind weht schwach, deshalb segeln wir heute nur 10 nm (Luftlinie).
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Grössere Gletschermühle,

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An einer Boje festgemacht. Sieht man hin und wieder. Meist sind sie aber belegt.

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eine junge Mühle, sogar noch mit original Mühlstein drin.

Heute morgen sind wir gleich zwei Runden um's Schiff geschwommen. Es ist sooo schön :-)).
Es hat wirklich nicht's mit Faulheit zu tun. Gerade eben haben wir nach knapp 7 Meilen an einer Boje festgemacht, noch immer kein Wind :-(.
Am Nachmittag steigen wir in's Banana-Boot und machen eine tolle Entdeckung die uns warhaftig begeistert. Völlig unerwartet ohne jeglichen Hinweis finden wir Gletschermühlen aus der letzten Eiszeit. Erstmalig gesehen haben wir solche vor einigen Jahren in Finnland.
Di. , 16.08.2022
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Das Fort von innen.

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Wer es genau wissen will!

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Schafe allein zu Hause.

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So sieht die Kanone garnicht gefährlich aus.

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Samira im Visier!

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Liebevoll restauiert.

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Der Besitzer ist nicht daheim (Bier holen??)

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Das Wassertaxi wartet.

Wie angekündigt gab es in der Nacht ein heftiges Gewitter mit Starkregen. Vorsorglich haben wir unsere Handys, Tablets und das Notebook in den Backofen gelegt, er dient uns als Faradayscherkäfig.
Ich mag keine Gewitter, weder auf unserem Boot noch zu Hause. Zumal ich weiß, dass auch Boote vom Blitz getroffen werden können. Die Folgen will ich mir garnicht ausmalen.
Unterwegs sind wieder einmal Delphine an uns vorbeigezogen :-)).
Nach knapp 12 Meilen fällt der Anker, leider wieder viel zu früh mangels Wind.
Auch diese Bucht ist wieder wunderschön. Hier sind wir mal ganz alleine.
Auf der kleinen Nachbarinsel steht ein altes Fort, mit unserem Banana-Boot setzen wir über. In den Jahren 1664 bis 1746 war es mit 150 Soldaten bemannt und 27 Kanonen bestückt.
Dann machen wir noch einen Abstecher in die Badebucht mit Sandstrand. Hier ist Camping ausdrücklich erlaubt. Schafe halten die Wiese kurz, ihren Hinterlassenschaften kann man kaum ausweichen :-).
Ein einziges hübsches kleines Häuschen ziert dieses Eiland, die Bewohner sind gerade nicht anwesend, was durch die fehlende Flagge am Fahnenmast angezeigt wird.
Mit Ausnahme um die Weidenbäume (wegen der gefräßigen Schafe) gibt es keinen Zaun. Wir werfen einen Blick in die Gardinenlosen Fenster, einladend und einfach urgemütlich.
Mi. , 17.08.2022
11:48 Uhr haben wir die mit einem gelben Tonnenstrich markierte schwedische Landesgrenze passiert.
Kurze Zeit später hat der Skipper die Gastlandflaggen getauscht, gehört sich so.
Der Wind kam wie versprochen, nur leider aus der falschen Richtung. Der da oben könnte sich gerne etwas mehr Mühe geben!
Nach immerhin 32 Meilen fällt der Anker.
Zum Abendessen gibt's Bratkartoffeln mit Spiegelei, dem Skipper schmeckt's (mir auch) :-)).
Do. , 18.08.2022
Alles Gute ist nie zusammen ;-(.
Das Wasser ist warm und glasklar, die Sonne scheint, kein Wind, aber!!! Im Wasser schwimmt eine Heerschar von Quallen, dass wird heute nicht's mit der Runde um's Schiff, leider :-((.
Mangels Wind ist SAMIRA heute ein Motorboot, wir fahren mit ihr durch die sehr reizvollen schwedischen Schären.
Auch wenn dieses Land direkt an Norwegen grenzt und diesem landschaftlich sehr ähnlich scheint, ist es unverkennbar eine ganz anderer Landstrich.
Am Nachmittag haben wir in der Marina von Kungshamn festgemacht, bei der Suche nach einem Liegeplatz hatten wir die Qual der Wahl.
Dann beginnt die übliche Routine, Müllentsorgung, Wäsche waschen, Supermarkt, Essen gehen (mal mehr mal weniger komfortabel).
Fr. , 19.08.2022
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Trotz das wir in der Marina liegen, brauchen wir nicht auf unser morgendliches Bad verzichten denn das Wasser ist auch hier glasklar.
Die "häuslichen Pflichten" sind schnell erledigt, dann radeln wir in's Blaue die Nase des Skippers zeigt uns den richtigen Weg.
Sa. , 20.08.2022
Schon 5:40 Uhr gibt's den ersten Kaffee. Die Windvorhersage ist "kräftig". Je zeitiger wir hier weg sind, um so besser für uns und SAMIRA.
Im Laufe des Tages lassen wir das Skagerak hinter uns und sind zurück im Kattegat.
Die letzten 15 Meilen tauchen wir wieder in die Schären ein, unfassbar schön! Die Welle ist schlagartig weg und wir haben Zeit die vielen unterschiedlichen Felsformationen zu bewundern.
Mit Blick auf Göteborg fällt nach 46 Meilen der Anker.
Jetzt noch den Lachs von gestern in den Ofen, dann ist's geschafft :-).
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Sonnenuntergang kann auch so aussehen.

So. , 21.08.2022
Windstärke und Richtung gefallen uns heute nicht, wir bleiben wo wir sind und beobachten das Ein- und Auslaufen der Frachtschiffe und Fähren.
Langweilig wird uns nicht, wir haben Erfahrung mit Faulenzen :-)).
Mo. , 22.08.2022
4:00 Uhr klingelt heute der Wecker, die Windvorhersage macht's nötig.
Er weht heute nur schwach und soll im Laufe des Tages ganz einschlafen.
Wider erwarten kommen wir sehr gut voran. Es ist ein Segeltag für Genießer, keine Welle, gleichmäßiger Wind und Sonnenschein.
Die 30 Meilen bis zur dänischen Insel Læsø schaffen wir in gut 6 Stunden. Am Anfang dieser Reise haben wir schon mal im Hafen von Østerby pausiert, ist schön hier.
Liegeplätze stehen auch heute reichlich zur Auswahl.
Bis zum Abend füllt sich der Hafen, die meisten Boote kommen aus Schweden. Zwei drei deutsche sind auch dabei, selten Niederländer, dänische Segler sind tatsächlich die Ausnahme.
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Wir hängen noch einen Tag dran.
Zuerst in aller Ruhe frühstücken, danach ein paar Kleinigkeiten einkaufen und anschließend den noch unbekannten Teil des Inselchens mit den Rädern erkunden.
Natürlich haben wir nicht an Badesachen und Handtücher gedacht, dann gehen wir am menschenleeren Strand einfach nackig baden. Trocknen lassen wir uns von der Sonne :-).
So ein "anstrengender" Tag macht hungrig, im Fischrestaurant am Hafen essen wir zum ersten mal gebratene Flunder, lecker :-).
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Mi. , 24.08.2022
Der Haven von Østerby leert sich zusehends, 9:40 Uhr haben auch wir die Molen passiert.
Heute wollen wir nach Ålborg, den geschützten Ankerplatz kennen wir schon.
Amwindkurs und 4 Beaufort bedeutet entspanntes Segeln. Ab und zu müssen wir Flach's oder Tonnen (Seewasserzeichen) ausweichen, nicht ungewöhnlich in diesen Breiten aber auch Sportboote / Segler und Frachtschiffe sollte man nicht übersehen.
Nach 40 Meilen sind wir angekommen, der Anker fällt wie geplant.
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Do. , 25.08.2022
Das wird ein langer Tag. Der Wecker klingelt um 6:00 Uhr. Unser Tagesziel ist die Insel Anholt. Generell kein Problem, nur leider kommt der Wind genau von vorn und weht nur schwach.
Für die letzten 20 Meilen muss der Jockel ran sonst wird das heute nicht's mehr.
Nach 12 Stunden, 16 Minuten und 51,2 Meilen sind wir 20:38 Uhr fest am Steg auf Anholt.
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Im Frühtau raus auf See.

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Ein ganz seltener Anblick: Sonnenaufgang!, meist verpennen wir den ;-)

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Der Sonne entgegen, leider auch dem Wind :-(

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Tür zu, er trinkt seinen Gin lieber selbst bis zum Frühjahr.

Der Anholter Hafen ist um einiges größer als der in Østerby. Hier macht sich auch schon das Ende der Saison bemerkbar. Ausgelastet ist er schätzungsweise nur zu einem Viertel. In der Mehrzahl sind hier eindeutig die deutschen Segler (für viele ist Anholt vermutlich "klein Helgoland").
Wie immer wenn's passt erkunden wir die Umgebung mit den Rändern, so auch heute.
Direkt am Hafen gibt's einige sehr urige Kneipen, in der Haupsaison mit Livemusik bis in die Nacht. Leider sind die meisten schon dabei alles winterfest zu machen, schade.
Sonst unterscheiden sich die beiden Inseln kaum voneinander, zahlreiche kleine Sommerhäuschen, viel Natur und gaaaanz viel Wasser und Strand ringsherum.
Ein Inselchen zum Faulenzen ;-).
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Hier ist noch offen, nutzen wir natürlich.

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Sa. , 27.08.2022
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da geht's zum Strand.

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da geht's zum Ausgang.

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Viel ist im Hafen nicht mehr los.

Wir werden wach und es regnet, endlich wird das Salz von SAMIRA abgespült :-).
Wir nehmen uns die Zeit für ein deftiges Frühstück mit Eiern und knusprigen Speck (mein Skipper liebt es).
Wie versprochen hört der Regen am Nachmittags auf.
Ein letztes mal schnappen wir uns unsere Handtücher und laufen die paar Meter bis zum Strand.
Hier ist es irre schön, der Strand scheint unendlich und gehört uns fast alleine. Das Wasser ist warm, der Sand fein und weich. In der Karibik war's nicht schöner.
So. , 28.08.2022
5:30 Uhr klingelt heute der Wecker. Der Grund für's zeitige Aufstehen ist der seit mehreren Tagen angekündigte Starkwind der sich im Laufe des Tages von Nord nach Süd im gesamten Kattegat ausbreiten soll.
Beim Morgenkaffee sieht die Wetterlage schon entspannter aus.
Kurz nach acht Uhr verlassen wir den Hafen gen Osten, wir wollen nach Halmstad in Schweden.
Anfangs weht der Wind noch kräftig, später schläft er ein. Wie schon so oft auf dieser Reise hilft dann nur noch der Jockel.
Nach 10,5 Stunden und knapp 50 Meilen haben wir es geschafft.
Jetzt lacht sogar wieder die Sonne, denn unterwegs wurden wir vom Regen eingeholt.
Wie erhofft finden wir auf dem Flusss "Nissan" schön zentral einen Liegeplatz im Stadthafen.
Der Fluss schlängelt sich noch viele Kilometer in's Landesinnere. Auch wenn wir wollten ginge es für uns ab hier nicht weiter, denn die vielen Brücken sind zu niedrig für unsere SAMIRA.
Mo. , 29.08.2022
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Irgendwo in dieser fast endlosen Reihe wartet Samira auf uns.

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Moderne Fussgängerbrücke, auf der anderen Seite landet man direkt in der Altstadt.

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Im Innenfhof des Castles

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Unsere Pfanne wäre groß genug. Aber wir haben keinen Hunger, und so dürfen sie weiter hoppeln!
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Moderne Kunst im Park.

Heute machen wir mal was ganz anderes, wir fahren Rad :-).
Erstes Ziel ist das Castle aus dem 17. Jahrhundert direkt gegenüber.
Bei seiner Erbauung war das Gebiet um Halmstad noch in dänischer Hand. Einige Jahrzehnte später eroberten es die Schweden und es gehört ihnen noch heute.
Wir radeln kreuz und quer und durch's Zentrum mit seiner großen Anzahl an Restaurants, Kneipen und Cafe's. Als der kleine Hunger kommt sind wir hier gerade richtig :-)).
Eine schöne Stadt, mit breiten Straßen, Radwegen, Parkanlagen und vielen schönen gepflegten alten Häusern.
Di. , 30.08.2022
Nächstes Ziel ist Helsingborg.
Mit Blister sind wir heute gut unterwegs, erst zum Ende des Tages wechseln wir mit zunehmenden Wind auf die Genua. Hätten wir der Windvorhersage vertraut, wären wir garnicht erst losgefahren.
Die Einfahrt zum Sund ist schmal deshalb müssen wir uns außerhalb der Seewasserstraße (Seeweg für die Großschifffahrt) entlang schlängeln, denn wir segeln entgegen ihrer Fahrtrichtung.
Nach 47 Meilen sind wir auch schon da. Der Hafen ist groß und zum Saisonende von den Einheimischen entsprechend gut belegt. Liegeplätze für Gäste sind trotzdem ausreichend vorhanden.
Heute haben wir SAMIRA direkt am Längssteg an der Promenade festgemacht, wir kommen uns vor wie im Zoo. Nur sind wir heute die Exoten ;-).
Mi. , 31.08.2022
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Diese Brücke trennt den Fähr- vom Sportboothafen.

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Blick auf die Sund-Einfahrt.

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Als wir gegen 7:00 Uhr im Cockpit unseren ersten Kaffee trinken ist es noch ziemlich kühl, aber die Wetteraussichten für heute sind erstklassig. Viel Sonne, kein Regen und ca. 25 °C.
Trotzdem: erst kommt die Pflicht, dann die Kür. Heute waschen wir ein letztes mal von unterwegs unsere Wäsche, denn alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei ;-) !!
Der Skipper macht auch an Land seinem Namen alle Ehre, einen Fremdenführer brauchen wir nicht.
Denn nicht weit von hier, inmitten schöner Parkanlagen, stehen die Reste einer Burg aus dem 14. Jahrhundert.
Mit einem herrlichen Blick über Helsingborg und den Øresund hat sich der Aufstieg zur Aussichtsplatform für uns gelohnt.
Der Turm "Käman" ist 35 m hoch und die Gebäudemauern bis zu 4,50 m dick.
In den einzelnen Etagen werden die Besucher angeregt sich an dem schon damals beliebten Brettspiel "Mühle" zu versuchen. Zur großen Freude von Familien mit Kindern wird das Verkleiden mit Kostümen aus der damaligen Zeit zum Highlight.
Die Altstadt mit seinen vielen kleinen schmalen Gassen und den zahlreichen Restaurant's ist einladend und urgemütlich. Wir fühlen uns nach Spanien und Portugal versetzt.
Zurück in der Nähe vom Schiff wird's richtig lustig, wir beobachten zwei junge Frauen die fast euphorisch reagieren, als sie den Schiffsnamen SAMIRA lesen.
Sie machen Fotos, sie lachen und freuen sich, unglaublich aber richtig schön :-)).
Do. , 01.09.2022
Und schon ist September, dass der Sommer zu Ende geht merken wir deutlich. Bereits ab Mitte August wird vielerorts in Norwegen, Schweden und Dänemark der Service eingeschränkt, Restaurants und kleine Supermärkte verkürzen ihre Öffnungszeiten oder schließen ganz.
Nach knapp 8 Meilen unter Blister haben wir Ålabordana erreicht. Auch wenn die Marina sehr klein ist, gibt es auch hier freie Liegeplätze. Leider leider hat das hiesige Fischrestaurant nur noch am Wochenende geöffnet (nur schade, dass die Öffnungszeiten im Internet sehr oft nicht aktualisiert werden).
Dann gibt's heute die viel geliebte Kartoffel-/Fleischpfanne ala Michel ;o).
Der eigentliche Grund unseres Hierseins ist eine Grabkammer aus der Steinzeit (vor 5.000 Jahren).
Nach ca. 400 m Fußweg stehen wir davor und krabbeln auf allen Vieren in's Innere. Vorsorglich wurde uns geraten eine Lampe mitzunehmen. Drinnen ist es trocken, natürlich dunkel und sonst nix. Die ovale Grundfläche beträgt ca. 2 x 3 m, die Deckenhöhe misst knapp 1,70 m zu den Seiten flacht sie ab. Es gibt keine sichtbaren Hinweise auf den ehemaligen Verwendungszweck (leider).
Uns stellt sich die Frage, wie diese großen schweren Felsbrocken damals bewegt wurden.
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Ausgang

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Eingang

Fr. , 02.09.2022
Morgens kein Wind, dann vielleicht später!
Mein Dank geht heute an die Reiseleitung ;o).
Nach dem Frühstück fahren wir eine Meile raus, lassen SAMIRA treiben und gehen baden, herrlich!
Zur Entspannung koche ich uns danach noch einen großen Kaffee.
Jetzt ist es schon 14:30 Uhr, es weht immer noch schwach mit nur 4,5 kn aber unser Blister zieht uns gemächlich in Richtung Malmö.
Zwei Stunden später kündigen große dunkle Wolken den versprochen Wind an. Wir nehmen den Blister runter, genau auf den Punkt, denn der Wind dreht von jetzt auf gleich auf Ost und beschert uns die letzten 10 Meilen bis 20 Knoten. Jetzt geht die Post ab!
In der Marina finden wir auf Anhieb einen Liegeplatz, wieder ein perfekter Tag :-).
Sa. , 03.09.2022
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Turning Torso

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modernes Malmö (jedenfalls anders)

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Bremen hat 4 Stadtmusikanten, Malmö bietet mehr.

Nach langer Zeit regnet es am Morgen, dass Wetter sitzen wir mit einer weiteren Tasse Kaffee aus.
Als sich später die Sonne zeigt stehen wir schon in den Startlöchern. Heute schauen wir uns in Malmö um.
Wie schon so oft verschaffen uns unsere Klappräder die nötige Bewegungsfreiheit.
Die breiten Radwege, egal ob am Strand endlang oder mitten durch die Stadt, haben es uns besonders angetan. Sie sind überall in einem tadellosem Zustand, da kann sich Deutschland nur verstecken :-(.
Auch sonst ist die Bebauung luftig und hell, die Straßen sind breit, es gibt große Parkanlagen und viele Grünflächen.
Am Strand hat uns eine riesige Spielwiese für Hunde incl. Hindernisparkur begeistert.
Besonders bemerkenswert, es gibt nirgendwo Graffiti an den Häuserwänden und auch keinen Müll in den Ecken oder auf Wiesen und Plätzen. Nicht wirklich verwunderlich, denn überall sind Mülleimer aufgestellt.
Nach knapp 25 km sind wir zurück. Die Stadt gefällt uns, sehr gerne kommen wir wieder mal her.
So. , 04.09.2022
Erst durch die Brücke,
dann am Windpark vorbei.
Schade, dass die Sonne im Osten aufgeht, sonst hätten wir es jetzt im Cockpit schon schön warm ;-).
Die Windrichtung ist gut, heute sind wir wieder nur mit Genua unterwegs, dass ist bequem. Wir segeln durch die Øresundbrücke, ein tolles Bauwerk, sie verbindet Schweden und Dänemark. Dann geht's vorbei an einem Windpark (irgendwie stehen die immer im Weg).
Die Welle ist ruppig und unangenehm, aber nach 6 h und 33 Meilen sind wir fest in der Marina von Rødvig in Dänemark.
Mo. , 05.09.2022
Der Wind pfeift immer noch, wir wollten sowieso noch bleiben. Beim Frühstück genießen wir "Hafenkino", als Zuschauer wird man damit immer gut unterhalten.
Wir hoffen der Wind bläst uns nicht vom Rad, aber zu Fuß kommt man nicht weit und Rødvigs Umgebung hat so einiges zu bieten.
Heute haben wir eine kleine Kirche besucht, sie wurde schon 1357/1358 erbaut. Wind und Wetter haben dafür gesorgt, dass sie inzwischen direkt an der Abbruchkante der Steilküste steht. Nur wie lange noch, denn 1928 ist bereits ein Teil des Friedhofs und der Kirche abgestürzt. Beim runterschauen kann einem schwindlig werden.
Ein paar Schritte weiter führt eine Treppe zum Strand hinunter, von hier habe ich ein paar schöne Feuersteine zur Erinnerung mitgenommen (ist nicht verboten). Fossilien in Kalksteinen haben wir leider keine entdeckt.
Auf dem Rückweg sind wir an einer schönen alten Windmühle vorbeigekommen. Leider war sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich, so dass wir uns nur an ihrem Äußeren erfreuen konnten.
Zu guter Letzt schauen wir uns am Hafen den Nachbau eines Flintofens an. Bereits in der Steinzeit wurde Flint (Feuerstein) für Werkzeuge und Waffen benutzt. Im 17. Jh. begann man diese dann auch für Feuerwaffen zu verwenden.
Der kulturelle und sportliche Teil des Tages ist damit für heute erledigt.
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Die Kirche im Nachbarort steht direkt an der Abbruchkante.

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Im Hintergrund ein armer Sünder.

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Nachbildung eines Feuersteinofens.

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Links neben der Treppe geht es hinab ins Meer, der Pfarrer hat halt Gottvertrauen.

Di. , 06.09.2022
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Noch ist die Welle moderat.

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Hier nochmal ein Blick auf die Kirche von gestern.

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Wann sieht man schonmal so eine Freshnell-Linse aus der Nähe.

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Hier wurde früher Kalkstein abgebaut.

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Kalkbrennöfen, in Betrieb bis 1978.

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Der Turm zur Linse.

Wir verlängern unseren Aufenthalt, denn 'Ost' ist nicht unsere Windrichtung.
Die Sonne scheint, also nochmal rauf auf die Radl'n.
Wir entdecken zwei alte Brennöfen aus den 1920igern. Hier wurde Brandkalk hergestellt und zu Löschkalk verarbeitet der dann zum Weißen von Häuserwänden verwendet wurde.
Das Militärmuseum mit Führung haben wir ausgelassen, wir haben kein Interesse an Kriegsgerät.
Dagegen erregt der Leuchtturm, incl. Aufstieg, schon sehr viel mehr unsere Aufmerksamkeit.
Von hier oben sieht man mühelos die Øresundbrücke, erst recht den "Turning Torso" von Malmö mit seinen 54 Stockwerken, dem höchsten Bauwerk in Skandinavien.
Am Abend gehen wir in's Restaurant nahe beim Hafen. Ab 18:00 Uhr gibt es heute Rippchen "deutsche Küche" all you can eat.
Oooh, dass war richtig lecker und natürlich haben wir viel zu viel gegessen:-)).
Mi. , 07.09.2022 images/trip_20220512/20220907_123614.jpg

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Wo bleibt nur Papi !?

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Es geht so weiter mit dem Wind, immer noch aus Ost und er wird stärker. Deshalb ist unser heutiges "Landziel" das Vemmetofte-Kloster.
Viele Jahre diente das Kloster als Adelssitz. Das Jungfrauenkloster wurde 1735 gegründet, der Hauptzweck war die Betreuung der unverheirateten adligen Damen.
Den herrlichen Park dürfen wir betreten, allein schon dafür hat sich der Ausflug gelohnt. Aber es ist richtig schade, dass wir keinen Zugang zum Schloss und den übrigen Gebäuden bekommen.
So ist das im Leben, wer zu spät kommt ... ;-).
Die Hinfahrt mit knapp 15 km war entspannt, auf dem Rückweg haben wir strammen Gegenwind. Trotzdem, besser schlecht geradelt als gut gelaufen ;o).
Endlich sind wir zurück, für heute ist's genug, jetzt freuen wir uns auf die Gemütlichkeit von SAMIRA.
Für uns steht fest, sollte es uns wieder mal nach Rødvig verschlagen, für einen zweiten Besuch im Kloster muss die Zeit unbedingt reichen.
Do. , 08.09.2022
Schon in der letzten Nacht hat der Wind zugenommen, ab Mittag soll er noch zulegen.
Das ist wohl der Hauptgrund, dass die Segler hier seit gestern Abend dicht bei dicht liegen und heute auch nicht weg wollen. Die Festmacher incl. Ruckdämpfer werden doppelt gesetzt und regelmäßig überprüft. Trotzdem zerren die Boote an den Leinen und jeder hofft, dass alles hält.
Aber es muss auch Kinder geben die anders sind, denn gerade eben ist einer raus gefahren. Wohl nach dem Motto, es darf auch etwas mehr sein.
Im Laufe des Abends nimmt der Wind an Stärke zu dann kommt auch noch heftiger Regen dazu. Die Geräuschekulisse ist entsprechend. Ab und zu schaue ich auf den Windmesser 40 kn, in den Böen bis 48, viel mehr als vorhergesagt wurde.
Mein Skipper strahlt Ruhe aus, es ist Zeit in's Bett zu gehen.
Fr. , 09.09.2022
Starkwind und Regen aus der letzten Nacht sind vorbei. Heute scheint schon wieder die Sonne, es herrscht Aufbruchstimmung unter den Seglern.
Unser nächstes Ziel ist Trelleborg in Schweden. Der Wind ist gut, kaum Welle, nach knapp 7 Stunden und 33 Meilen sind wir da.
Der letzte Gastland - Flaggenwechsel der Reise.
Sa. , 10.09.2022
Nach den letzten Tagen der lauten Windgeräusche und des Fallenschlagens ist die Ruhe in diesem Hafen unglaublich. Es ist Samstagmorgen trotzdem ist kein Laut zu hören.
Die Windvorhersage für heute ist nur mäßig, deshalb drehen wir die übliche "Landrunde".
Über Nebenstraßen, auf denen alle halbe Stunde mal ein Auto fährt, umkreisen wir den kleinen Vorort von Trelleborg mit seinen schönen Einfamilienhäusern und gepflegten Vorgärten. Drumherum gibt's nur Felder, Bauernhöfe und ganz viel Gegend. Überall beschauliche Ruhe.
Es gibt nicht mal einen Supermarkt, man könnte auch sagen, hier möchte man nicht tot über'm Gartenzaun hängen ;-).
So. , 11.09.2022
Wir haben beschlossen schon heute den Rückweg nach Deutschland anzutreten. Der Wind weht schwach. Zuerst mit Genua und Groß, dann mit Blister, zuletzt muss der Jockel ran.
In Schweden hatten wir noch knapp 20 °C Wassertemperatur, im Laufe der Überfahrt sinkt sie auf 16 °C, definitiv kein Badewasser mehr, hat bestimmt der Habeck angeordnet :-((.
Nach 10,5 Stunden und knapp 50 Meilen fällt der Anker in der Nähe von Schaprode.
Mo. , 12.09.2022
Auch über Nacht wurde das Wasser nicht wärmer ;o), baden fällt aus!
Dann erst mal einen Kaffee.
Mangels Wind motoren wir in Richtung Ralswiek. Irgendwann reicht's, wir werfen den Anker und gehen baden. Hier ist es geschützter, da hat das Wasser noch etwas über 19 °C.
Unter Motor geht's zurück auf den Ankerplatz vom Vorabend.
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Abendstimmung

Di. , 13.09.2022
Der Himmel ist grau, das Barometer sagt schlechtes Wetter voraus :-(.
Die ersten fünf Meilen motoren wir, danach zieht uns die Genua. Unsere Erfahrung hat uns gelehrt: bleib bis kurz vor Stralsund innerhalb des Tonnenstrichs, anderenfalls sitzt "du" auf. Nicht wirklich schlimm, denn der Motor zieht das Schiff wieder raus aus dem Schlick. Steine oder Felsen sind hier eher die Ausnahme, wir sind ja nicht in Norwegen ;-).
Mit Sicht auf die Skyline von Stralsund fällt der Anker.
Jetzt hat der Skipper und seine Crew Hunger. Lieferservice gibt's nich, der Kühlschrank ist leer und Gäste kommen!!
Man nehme also recht viel von nicht's und davon jede Menge und schon ist das Buffet perfekt :-)).
Organisation ist alles....!
Die Hauptsache, dem Skipper schmeckt's :o)).
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Brücke ist schon offen.

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Eigentlich lohnt es nicht den Anker zu heben, aber anders geht's nicht, denn die Ziegelgrabenbrücke in Stralsund ist eine Klappbrücke mit festen Öffnungszeiten.
Wir verlagern nur unseren Ankerplatz von ca. einer Meile vor der Brücke auf eine Meile hinter ihr. Den Rest des Tages chillen wir.
Do. , 15.09.2022
Ein schöner Morgen sieht anders aus, es regnet. Aber der Tag ist noch lang, da kann noch viel passieren.
Nächstes Tagesziel ist Lauterbach (der kleine beschauliche Ort im Greifswalder Bodden, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gesundheitsminister)!!
Der Wind weht kräftig aus West, da reicht heute die zur Hälfte gereffte Genua. Die dicken Regenwolken haben sich verzogen, inzwischen scheint wieder die Sonne, aber Wärme spendet sie nicht denn der Wind ist eisig.
Nach ca. 4 Stunden und knapp 20 Meilen sind wir da.
Es ist höchste Zeit für's Mittagessen/Abendbrot, der Skipper lädt mich ein ;-). Im gegenüberliegenden Restaurant essen wir eine Fischplatte für zwei, sie hätte auch für drei gereicht :o).
Fr. , 16.09.2022
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Steht die Welt auf dem Kopf, oder das Haus?

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Hörst Du mein Rufen!?
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Wenn da mal nichts daneben geht.

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Ich komm ja schon!

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Beim ersten Kaffee und dem Routine-Blick auf die Wetterkarte möchte wir uns gleich wieder in's Bett verkriechen.
Aber kneifen gilt nicht, eine warme Jacke, die auch vor Regen schützt, und schon sind wir startklar.
Auf dem Weg nach Putbus kommen wir an einer sehr ungewöhnlichen Attraktion vorbei: ein auf dem Kopf stehendes EFH. Das sehen wir uns genauer an! Verrückte Idee, auch im Haus steht alles auf dem Kopf. Nur leider ist es unbewohnbar, man kann ja nicht mal das Klo benutzen ;-).
Der Ortskern von Putbus mit seinen kalkweißen Häuserfassaden ist wirklich wunderschön. Auch die Handwerkergasse mit seinen üppig blühenden Rosenbäumchen sollte man sich nicht entgehen lassen.
Zwischendurch laden Bäckereien zu Kaffee und lecker Kuchen ein (der Skipper kann nicht widerstehen, er kann es sich leisten ;-).
Später bummeln wir noch am Wildgehege entlang und erfreuen uns an dem großen Damwild-Bestand, unter ihnen leben auch einige weiße Tiere worüber die Parkleitung sehr stolz ist.
Zuletzt durchstreifen wir den angrenzenden Schlosspark mit sehr alten Bäumen und großen gepflegten Rasenflächen. Unterwegs stoßen wir auf eine Erinnerungstafel die auf den ehemaligen Standort des Stadtschlosses aus dem 13. Jahrhundert verweist. Es wurde in der DDR in den 1960er-Jahren gesprengt und wird wohl nie wieder aufgebaut.
Zurück am Hafen genießen wir ein/zwei leckere Fischbrötchen dazu ein Bier, besser geht's nicht.
Sa. , 17.09.2022
Heute ist ein besonderer Morgen, der Skipper holt uns frische Schrippen :-)).
Als wir später die Marina verlassen erwartet uns der Greifswalder Bodden voller Seegelboote, ein fantastischer Anblick die vielen weißen Tücher unter blauem Himmel.
Für uns geht's heute nur quer rüber in die Dänische Wiek. Nach 18 Meilen fällt der Anker.
So. , 18.09.2022
Der Winter naht, es ist saukalt, doch zum Frühstück gibt's gratis Sonnenschein im Cockpit, der hebt nicht nur die Stimmung, der wärmt auch :-).
Unsere heutiges Tagesziel ist die Marina Baabe. Vorher biegen wir aber noch in das Flüßchen "Ryck" ab. Gleich hinter dem Hochwasser-Sperrwerk rechts und links gibt's Bootsliegeplätze an Pfählen (die meisten sind allerdings für Dauerlieger). Wer weiter bis in's Zentrum von Greifswald will, muss die Klappbrücke passieren.
Heute wollen wir nicht, vielleicht irgendwann mal.
Auf dem Weg nach Baabe wird's ruppig und nass. Die Böen sind heftig, es regnet und hagelt, Herbstwetter eben!
Baabe überrascht uns, wir haben die Wahl unter 25 Gastliegeplätzen, wir entscheiden uns für die Nr. 18 :-). Bei SW-Wind ist Baabe kein guter Ort, dann kommt er fast ungebremst von Greifswald quer rüber.
Ein kurzer Landgang bestätigt den ersten guten Eindruck, ein gepflegtes Umfeld, die Gastronomie ist immer noch geöffnet.
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Das Sperrwerk vor Greifswald.

Mo. , 19.09.2022 images/trip_20220512/20220919_180422.jpg

Der böige Wind hat nachgelassen, genau richtig für eine allerletzte Fahrrad-Spritztour!
Der Weg führt uns über Lobbe nach Göhren dann weiter über Baabe zurück zum Hafen. Wir radeln vorbei an reedgedeckten Häusern, Ferienhaussiedlungen, Sanddornhecken und genießen den Blick auf das blaue Wasser der Ostsee, den gelben Sandstrand und schauen bis rüber nach Sassnitz.
Petrus war heute mit viel Sonne auf unserer Seite, den kleinen Regenschauer zwischendurch konnten wir vernachlässigen.
Entgegen unseren Erfahrungen waren wir über die meist guten Radwege sehr angenehm überrascht.
Ein neuer Tagesrucksack stand schon lange auf meiner Einkaufsliste, jetzt endlich, nach vier Monaten, kaufe ich einen vor unserer Haustür in Göhren.
Di. , 20.09.2022
Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende.
Die heutige Schlussetappe mit Schiebewind und 15 kn dazu Sonne war nochmal was für Genießer wie uns ;-).
Nach taggenau 4 Monaten und 2.355 Meilen sind wir 15:38 Uhr wieder fest am Steg in der Marina Kröslin.
Wir haben auch auf dieser Reise wieder unglaublich viel gesehen und erlebt.
Und dennoch oder gerade deshalb ist auch das Nachhause kommen immer wieder schön :-)).
(in der Karte kann man auch auf die Marker klicken)

zuletzt geändert: 23.09.2022 16:13 Mitteleuropäische Normalzeit